Ausstellung: Fibeln
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Eine kleine Auswahl beider Gattungen bietet diese Ausstellung. Sie dokumentiert sowohl das vielfältige Nachleben der äsopischen Fabeln (etwa im Mittelhochdeutschen, im Spanischen und im Jiddischen) als auch Versuche, die Welt anhand des Alphabets zu partitionieren und dieses wie jenes dem Lebens- und Leseanfänger simultan nahezubringen - von Comenius’ Orbis pictus über die ironischen Bebilderungen des „engelländischen Alephbeths“ (egeresu iroha) durch den Japaner Kawakami Sumio bis zu Wolf Erlbruchs Neuillustration der Moritzschen Fibel aus dem Jahr 2000.
Déjà-vu-Erlebnisse bleiben nicht aus (eine Fibel vom Anfang des 20. Jahrhunderts musste „nach der neuen Rechtschreibung umgearbeitet“ werden). Wer weitere Einsichten gewinnen möchte, sei auf die folgenden Seiten verwiesen, auf denen einige Stücke der Ausstellung zu inspizieren sind.
S steht für „Seil“: Schon vor 100 Jahren wurden nichtsahnenden ABC-Schützen die Fallstricke einer neuen Rechtschreibung gelegt.
Abbildung:
Wichmann, A.: Fibel auf der Grundlage der Schreiblese- und Normalwortmethode: Ausg. B
21., nach der neuen Rechtschreibung umgearbeitete Auflage. Bielefeld [u.a.] : Velhagen & Klasing, 1905. 64 S., III., Signatur: nc 24100(21)