8. Abteilung 5 Benutzung und Information

8.0 Öffnungszeiten

Die Bibliothek war an 350 Tagen des Jahres 2000 geöffnet. Seit Einführung der verlängerten Wochenendöffnungszeiten zum 5.6.1999 blieb die Bibliothek auch im Jahr 2000 nur an den gesetzlichen Feiertagen geschlossen, zudem an Karsamstag, Heiligabend, Silvester sowie an einem Samstag, an dem der Strom in der Bibliothekszentrale ausgefallen war. Die wöchentliche Öffnungszeit beträgt 80 Stunden.

Weitergehende Pläne, die Öffnungszeiten am Samstag und Sonntag zu verlängern, konnten angesichts der eingeschränkten Verfügbarkeit des Bereitschaftsdienstes der Technik auch in 2000 nicht verwirklicht werden.

 

Schließungen

Planmäßige Schließungen dezentraler Eingänge um täglich zweimal vier Stunden gab es wie in den Vorjahren gemäß Senatsvereinbarung in den Urlaubs- und Ferienzeiten: zwei Wochen zu Ostern, eine Woche zu Pfingsten, zehn Sommerwochen, eine Herbstwoche zur Schulferienzeit sowie eine Woche über Weihnachten und Neujahr.

Außerplanmäßige Schließungen dezentraler zusätzlicher Zugänge gab es 2000 im Umfang von 93 (Vorjahr 121) 4-Stunden-Schichten (-13%), wobei sich die einzelnen Schließungen nach der Häufigkeit der Frequentierung unterschiedlich verteilten (bezogen auf die Gesamthäufigkeit der außerplanmäßigen Schließungen).

Verteilung bezogen auf die Eingänge:

zu52%E von13–17 Uhr(Vj.:33%=+58%);
zu24%D von9–13 Uhr(Vj.:7%=+243%);
zu16%C von17–21 Uhr(Vj.:31%=-48%);
zu2%A von9–13 Uhr(Vj.:23% s.u.);
zu2%B von17–21 Uhr(Vj.:5%=-60%).

Die Entscheidung, welcher Schalter wann geschlossen werden muss, hängt von zwei Faktoren ab: bei längerfristigeren Krankheitsausfällen können gezielt die weniger frequentierten Eingänge geschlossen werden und die Schließungen entsprechend angekündigt werden. Bei Erkrankungen von einem Tag auf den anderen hängt es von der Schichtzugehörigkeit der erkrankten Person ab, wann und welcher Schalter geschlossen werden muss, da der Schichtrhythmus verbindlich vorgegeben ist. In letzterem Fall gibt es keine Planbarkeit und man kann daher auch nicht vorher auf derartige Ausfälle hinweisen, um der Kundschaft vergebliche Wege zu ersparen. Hierin liegt eine Wurzel von verständlicher, aber unvermeidlicher Kundenfrustration.

Der Eingang/Ausgang A war wegen Sanierungsarbeiten im A-Bereich ab dem 28. Februar 2000 nicht besetzt.

 

8.1 Auskunft

Personal

Es fanden monatliche Auskunftsbesprechungen statt, zusätzlich vier thematische Fortbildungen mit Referenten und Referentinnen aus dem Hause. Zur internen Kommunikation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Auskunft wurde eine Mailingliste neu eingerichtet.

Der Leiter der Auskunft nahm im März am Bibliothekskongress in Leipzig teil und besuchte im Mai ein Seminar „Erfolgreiches Konfliktmanagement“.

 

Auskunftserteilung

Die 1999 verlängerten Auskunftszeiten wurden weitergeführt. Ab November bekamen wegen Beurlaubung einer Mitarbeiterin drei Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen übergangsweise feste Stundenanteile in der Auskunft.

Die Neugestaltung des Auskunftsplatzes wurde im Februar abgeschlossen.

Im Rahmen der Überlegungen zur Einrichtung eines bibliothekarischen „Call Centers“ der Region Rheinland-Pfalz/Saarland nahm der Leiter der Auskunft im Juli an einem Planungstreffen in Kaiserslautern teil, auf dem ein Konzept erarbeitet wurde. Idee war, unter einer landeseinheitlichen Rufnummer Auskunft über Bestände und Benutzungsmodalitäten zu geben, wobei das dafür benötigte Personal anteilig von den beteiligten Bibliotheken gestellt werden sollte. Um den Aufwand für ein solches „Call Center“ abschätzen zu können, wurde in den Universitätsbibliotheken Kaiserslautern, Trier und Saarbrücken für jeweils zweimal zwei Wochen eine Statistik der telefonischen Anfragen an die Auskunft geführt. Mit einer Realisierung des Konzeptes ist wegen des dafür nötigen Personalbedarfs derzeit nicht zu rechnen.

Seit Ende November 2000 bietet die Universitätsbibliothek als erste wissenschaftliche Bibliothek in Deutschland allen Internetnutzern einen direkten Draht zur Bibliotheksauskunft. Durch Einsatz der Software „HumanClick“ kann durch Anklicken eines Buttons auf der Homepage eine Verbindung zu Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Auskunft hergestellt werden, die bibliotheksbezogene Fragen in der Zeit zwischen 11.00 und 15.30 Uhr online beantworten. Außerhalb dieser Zeiten und bei zu starker Auslastung der Auskunft steht ein E-Mail-Formular zur Verfügung. Per E-Mail gestellte Fragen werden schnellstmöglich, oft noch am gleichen Werktag, beantwortet. Der Service wurde zunächst probeweise bis zum Jahresende angeboten und erzielte bereits in den ersten Wochen eine gute Resonanz, u. a. durch einen Artikel im Trierischen Volksfreund vom 14.12.2000.

 

Bibliotheksführungen und Schulungen

Es wurden insgesamt 106 Führungstermine in Gruppen bis zu 15 Personen für Erstsemester angeboten. Außerdem wurden 27 Führungen für externe Nutzer, hauptsächlich Schulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung sowie ausländische Gäste durchgeführt.

Im Rahmen der Benutzerschulung führten zwei Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Auskunft insgesamt 32 Einführungen in allgemeine und fachliche CD-ROM-Datenbanken sowie Literaturrecherchen im Internet durch. Das Schulungskonzept bei den allgemeinen Datenbanken wurde aus didaktischen Gründen umgestellt von der Präsentation einzelner Datenbanken auf eine mehrteilige Veranstaltung „Einführung in die Literatursuche“. Im Wintersemester wurde eine neue Schulung „Literatursuche im WWW“ angeboten.

Hilfetexte in der Rubrik „A bis Z“ unserer Homepage wurden erweitert und aktualisiert, sowie die Formulare für Nachforschungs- und Kopieraufträge ins Internet gestellt.

 

Sonderdienste

Gegen Rechnung wurden von den Auskunftsmitarbeitern und Mitarbeiterinnen 26 Kopieraufträge im Schnellverfahren erledigt.

 

8.2 Ausleihe

Ausleihverwaltung

Tätigkeiten der Ausleihverwaltung:

 

Gebühren

Gebühren werden am Zentralschalter der Bibliothek im Erdgeschoss der Bibliothekszentrale beglichen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt DM 159.128 an Säumnis- und Fernleihgebühren eingenommen, die aufgrund einer haushaltsrechtlichen Regelung vollständig dem Erwerbungsetat zugewiesen werden konnten.

 

Briefversand

Im Berichtsjahr wurden 18.698 Briefe (-15% z. Vj.) in die Hauspost gegeben, 65.039 Briefe (-17%) zu Kunden per Post verschickt; dieser Rückgang ist durch den Zuwachs bei den E-Mail-Benachrichtigungen zu erklären: 82.010 Briefe (+17%) wurden elektronisch verschickt. Insgesamt wurden 85.747 Briefe (-14%) vor dem Versand kuvertiert. Außerhalb der DV-Routine wurden 2.010 Einschreibebriefe (+8%) manuell versandt.

An Kosten fielen dabei DM 71.542 zu je 1,10 DM Porto (-20%) und DM 17.286 zu je 8,60 DM (+8%) für die Einschreibbriefe an.

 

Suchdienst

Es wurden seitens der Kunden 718 Suchanfragen (+14% z. Vj.) gestellt, wovon 276 Bände (Vorjahr: 220) sich innerhalb von 14 Tagen nach der Anfrage wieder am Standort befanden, also 38% (Vorjahr: 35%). Da sich diese Zahlen nur auf aktuelle Anfragen beziehen, muss von einer höheren Zahl vorübergehend verstellter oder entwendeter Bücher ausgegangen werden, die aber derzeit nicht nachgefragt wurden.

 

Loseblattstelle

In der Loseblattstelle gab es 2000 wie schon in den Vorjahren keinen Stau in der Einarbeitung der Lieferungen. Größere Vandalismusfälle in Form entfernter Blätter oder ganzer Teile wurden nicht reklamiert. Eine Statistik der bearbeiteten Loseblattlieferungen für 2000 liegt nur für die Monate September - Dezember vor: es wurden 638 Lieferungen nachgelegt, das entspricht einem Durchschnitt von 213 pro Monat.

 

Personal

Frau Wallerich ging zum 31.12.2000 in den Ruhestand. Die Stelle musste nach den Vorgaben des Landesrechnungshofes eingespart werden. Eine Mitarbeiterin im Thekendienst war auch 1999 freigestellt, eine weitere befand sich im Erziehungsurlaub.

Im Jahr 2000 wurden acht interne Besprechungen der Orts- und Fernleihe abgehalten, auf denen allgemeine wie spezielle Fragen erörtert wurden.

Im Jahr 2000 mussten 667 Urlaubstage + 139 Ausgleiche = 860 Tage bei 21 Personen aufgefangen werden, das entspricht einer permanenten Abwesenheit von 3,5 Personen im Thekendienst. An 393 Schichten fehlten Mitarbeiter infolge Krankheit: das entspricht einer permanenten Absenz von 1,5 Personen und 9,5% Fehlzeiten. Das Thekenpersonal war 162 Stunden (40,5 Schichten) für Fortbildungen freigestellt.

 

Hilfskräfte

Im Jahr 2000 waren studentische Hilfskräfte für 10.774 Stunden in der Bibliothek beschäftigt. Dies brachte Kosten in Höhe von rund 231.331 DM mit sich. Der Rückstelldienst wurde 2000 neben dem Stammpersonal der Medienverwaltung von studentischen Hilfskräften bewältigt. 2000 wurden erstmals studentische Hilfskräfte in den Zeitrahmen der Schichtdienste im Thekendienst eingesetzt, um eventuelle, kurzfristig auftretende Personalausfälle auffangen zu können. Studentische Hilfskräfte waren daher 1.152 Stunden im Thekendienst (Eingangs- und Ausgangskontrolle inklusive Ausleihverbuchung) beschäftigt. Sie mussten außerdem im Kopierdienst, in der Beschriftungsstelle und in der Fernleihbearbeitung (Versand und Scanndienste an der Medea-Station) eingesetzt werden.

 

Ausleihen

Gesamtausleihen Ortsleihe439.499(-4% z. Vj.)
Die Ausleihen haben getätigt:zu67%Studierende (wie Vj.)
zu14%wissenschaftl. Mitarbeiter (Vj.: 13%)
zu1%Nichtwiss. Mitarbeiter (wie Vj.)
zu10%Externe (Vj.: 9%)
zu8%Semesterapparatsinhaber (Vj.: 9%)
Die Ausleihen waren:zu12%Lehrbuchsammlungsbücher (wie Vj.)
zu68%Normalausleihen Monographien (Vj.: 66%)
zu3%Kurzausleihen (Vj.: 2%)
zu1%Sonderausleihen (Vj.: 1%)
Die Leihfristen betrugen:zu8%nur 10 Tage (Vj.: 7%)
zu87%bis 30 Tage (wie Vj.)
zu3%über 90 Tage (wie Vj.)

 

Wiederausleihen wurden von 21% aller Ausleihen gemacht: 90.632 (Vj.: 95.577); davon 64% (Vorjahr: 68%) durch Studierende, 19% (Vorjahr: 17%) durch Lehrende. Die Leihfristen wurden automatisch 1.504.889-mal (Vorjahr: 1.606.357) um eine Woche verlängert. 73.292 Vormerkungen (-5%) wurden getätigt. 12.504 Bände (Vorjahr: 11.447) wurden andererseits nicht abgeholt, somit 17% (Vorjahr: 15%) aller Vormerkungen.

 

Kundenstruktur

Gesamtzahl 2000:26.350(+17%),davon:
Studierende:16.131(+18%) Anteil am Gesamt:61%
Wiss. Mitarbeiter:950(+7%) Anteil am Gesamt:4%
Nichtwiss. Mitarb.:206(204) Anteil am Gesamt:1%
Externe:8.479(+19%) Anteil am Gesamt:32%
Semesterapparate:372(-18%) Anteil am Gesamt:1,5%

 

Von den Kunden waren 12.837 (+1%) oder 49% (Vorjahr: 59%) im Jahr 2000 aktive Ausleiher;
davon:68%Studierende (Vj.: 69%)
6%wissenschaftliche Mitarbeiter
1%nichtwissenschaftliche Mitarbeiter
21%Externe
3%Semesterapparatsinhaber.

 

8.3 Fernleihe

Personal

Aufgrund zahlreicher länger dauernder Erkrankungen von Mitarbeitern betrug die Fehlzeitenquote 2000 18,5%. Die Ausfälle mussten durch studentische Hilfskräfte beim Fernleiheingang, Versand und beim Scannen der JASON-Bestellungen ausgeglichen werden.

 

Standardfernleihe: Roter Leihschein

Aktive Fernleihe:

In der Aktiven Fernleihe gingen 27.773 Bestellungen ein (-9% z. Vj.), von denen 18.747 positiv erledigt werden konnten (68%).

Gründe für negativ gebliebene Bestellwünsche sind dabei immer wieder:

 

Die Bibliothek versandte 13.711 (Vj. 13.068) Bände an 554 Bibliotheken, 130 davon ins Ausland. Somit erhöhte sich die aktive Fernleihe um 5%. Ferner wurden 5.568 Kopien von Aufsätzen versandt (Vj. 7.932), was einem Rückgang um 30% z. Vj. entspricht. Man kann dahinter die Verlagerung der Kundenbestellungen auf andere kostenpflichtige Lieferdienste und auch auf die Inanspruchnahme von Volltextdatenbanken im Netz vermuten.

 

Passive Fernleihe:

Die Passive Fernleihe nahmen 1.936 Besteller in Anspruch (-8% z. Vj.); davon waren 68% Studierende, 21% Lehrende, 9% Externe. Es wurden 25.045 (-16%) Bestellungen aufgegeben, davon wurden 1.530 Bestellungen (6%) binnen Tagesfrist wieder gelöscht. Man muss bei dieser Abnahme die Zunahme bei den Expressdiensten mitbedenken. Von den verbleibenden Bestellungen wurden 2.148 (8,5%) abgelehnt, da die gewünschte Veröffentlichung in der UB Trier vorhanden ist. Der Benutzer erhielt eine entsprechende Mitteilung.

67% der abgesandten Bestellungen bezogen sich auf Monographien, 33% auf Zeitschriftenaufsätze. 52% dieser Bestellungen waren von Studierenden aufgegeben, 41% von Lehrenden, 7% von Externen. Lehrende haben demnach, gemessen an ihrer Zahl gegenüber den Studierenden, mehr als doppelt soviel bestellt wie jene. 13.792 Monographien konnten geliefert werden und 6.662 Aufsatzkopien, so dass 20.454 Bestellungen positiv erledigt werden konnten, davon 445 aus dem Ausland. Nur zur Benutzung im Lesesaal bereitgestellt wurden 1.600 Werke (6%). 961 Lieferungen wurden nicht abgeholt (4%). Das Internet wurde für Fernleihbestellungen nach Großbritannien 27-mal erfolgreich genutzt, 13-mal ohne Erfolg.

 

JASON-Bestellsystem

Aktive Fernleihe:

Über das Bestellsystem JASON gingen 5.525 (+0,7% zum Vorjahr) Bestellungen ein. In 4.342 Fällen konnte ihnen entsprochen werden, also in 79% der Fälle. Bei 21% waren die gewünschten Zeitschriften z. B. nicht am Standort, die Artikel nicht enthalten etc. oder die gewünschte Zeitschrift inzwischen abbestellt. Das Datenmaterial der ZDB, welches dem System zugrunde liegt, hatte lange Zeit den Stand September 1999 und war damit nicht aktuell.

 

Passive Fernleihe:

In der passiven Fernleihe bestellten die Kunden der Universitätsbibliothek Trier 2.974 Aufsätze, 9% mehr als im Vorjahr. Hierin enthalten sind auch Bestellungen über JASON-Fernleihe, die ab September 2000 möglich waren. Leider gibt es keine Statistik der auswärts nicht bearbeitbaren Bestellungen. Die Bearbeitung dieser Bestellungen (Scannen und Verschicken durch E-Mail) erfolgte bis September überwiegend durch studentische Hilfskräfte, ab diesem Zeitpunkt überwiegend durch Mitarbeiter der Fernleihe.

Der Verkauf von Transaktionsnummern für JASON-Bestellungen erbrachte 2000 Einnahmen in Höhe von DM 11.463. Andererseits kostete die Inanspruchnahme der Dienste der Zentralbibliothek der Medizin in Köln 2000 1.392 DM. Diese Kosten trägt die Bibliothek: sie werden nicht auf die Kunden umgelegt.

 

VBRP-Express

Aktive Fernleihe:

Die UB Trier nimmt seit April 2000 als Vermittlerbibliothek am Leihverkehrsverbund Virtuelle Bibliothek Rheinland-Pfalz (VBRP-Express) teil. Im Zeitraum April bis Dezember gingen 534 Bestellungen ein, von denen 317 positiv erledigt werden konnten (59%). 37 Anfragen wurden an die Bibliothek des Priesterseminars weitergeleitet, da sie sich auf deren Bestände bezogen. 180 Bestellungen mussten abgesagt werden, wovon 26 Anfragen sich auf Bestände der Stadtbibliothek richteten, die aber nicht an VBRP-Express teilnimmt.

 

Passive Fernleihe:

Angesichts der Strukturen und Bestände der Bibliotheken in diesem Bundesland ist es unsinnig, für die Benutzer der UB Trier Fernleihanfragen in die Region des Landes hinein zu richten. VBRP-Express hilft kleineren Bibliotheken, die Dienste der größeren im Land in Anspruch zu nehmen. Insofern ist die UB Trier nur gebende (aktive), nicht auch nehmende (passive) Fernleihbibliothek.

 

8.4 Medienbestandsverwaltung

Personal

Zum 31.7.2000 ging Herr Fries nach 29 Jahren an der Bibliothek in den Ruhestand. Dank seiner Kenntnisse haben die Kopiergeräte für das Haus wie die für die Kunden mit weniger Unterbrechungen und in besserer Kopierqualität ihren Dienst versehen als sonst allgemein üblich. Die geringe Ausfallquote kam dabei allen zugute. Der Kopierdienst wurde seither aufgeteilt in stundenweise Einsätze eines Mitarbeiters und in die zweier Hilfskräfte. Für die Tätigkeiten im Rückstelldienst, bei der Stellrevision und im Kopierdienst wurden neben der Stammbelegschaft studentische Hilfskräfte eingesetzt. Im November wurden alle Mitarbeiter der Medienverwaltung in einem 6-stündigen Kurs in die Grundkenntnisse für Titelrecherchen in HBZ01 und ALEPH500 eingeführt. Es ist ihre ständige Aufgabe, Titel am Katalog zu überprüfen, wenn sich die Bücher nicht am Standort befinden.

 

Aufgaben

439.773 ausgeliehene Bände aus der Ortsleihe mussten nach Nutzung wieder von den Rückgabetheken in die Regale gestellt werden. 13.711 Bände für die aktive Fernleihe mussten gezogen und wieder zurückgestellt werden, zuzüglich zweimal 5.568 Bände Zeitschriften für Kopien der Fernleihe, insgesamt also ein Volumen von 478.331 bewegten Bände. Dank der studentischen Unterstützung gab es keine Staus nicht zurückgestellter Bücher. In kleinerem Umfang wurden daneben wie in den Vorjahren Stellrevisionen bei intensiver genutzten Fachliteraturen und dort an häufig genutzten Systemstellen vorgenommen; vor allem der Lesesaal C für Jura und Wirtschaft wurde intensiv revidiert, ebenso die Lehrbuchsammlung. Auch vielbenutzte Bestände im (offenen) Magazinteil wurden öfter revidiert.

Immer wieder wurden Buchbestände innerhalb ihrer Fächer je nach den diversen Zuwächsen bei einzelnen Systemstellen verschoben und neu geordnet. Auch wurden Fachbestände in unterschiedlicher Intensität umgeschichtet, vom Lesesaal ins Magazin genommen oder ausgeschieden.

Im Kopierdienst wurden 123.659 Kopien (-19% z. Vj.) für die Fernleihe und für das Haus (Rückergänzungen, Lückenergänzungen) getätigt.

Im Fernleihdienst wurden in Zeiten von Urlaub und Krankheit Zeitschriftenaufsätze für JASON-Express vertretungsweise eingescannt, vornehmlich dann, wenn keine studentischen Hilfskräfte zur Verfügung standen.

Bei den Abbuchungsautomaten für Kundenkopien mit der studentischen Ausweiskarte TUNIKA an den öffentlich nutzbaren Kopierern gab es auch 2000 über das ganze Jahr hinweg Probleme: die Software der Abbuchungsgeräte funktioniert nicht robust genug für eilige Kunden, die ihre Karten vorschnell aus dem Gerät ziehen. Ein Mitarbeiter der Kopierstelle musste jedem einzelnen Kunden die blockierte Karte wieder entsperren. Durch diesen Missstand wurden etliche Stunden Arbeitszeit des Personals gebunden.

Im Fahrdienst wurden 94 Fahrten nach Bonn für Zwecke der Fernleihe unternommen, sowie fünfmal wöchentlich Fahrten zu Stadtbibliothek und Priesterseminar. 2.850 (-28% z. Vj.) Sendungen wurden für den Leihverkehr verpackt und auf dem Postweg versandt. 613 (-26%) Sendungen wurden außerhalb des Leihverkehrs für Tausch- und Geschenkmaterial versandt.

Für die Suchaufträge seitens der Kunden wurden 718 (+14%) Nachforschungen an den Katalogen und innerbetrieblichen Stationen sowie am Regal überprüft, davon 38% (= 276 Fälle) positiv ermittelt.

Für eine Ausstellung wurde im Dezember der Eingangsbereich der Bibliothekszentrale umgestaltet und mit zahlreichen Vitrinen versehen.

 

8.5 Medienausstattung

45.345 Bände (Vj.: 54.981 = -18%) wurden mit Signaturschildchen ausgestattet. In den sieben Jahren von 1994 bis 2000 sank die Ausstattungsquote um 35% (von 70.229 auf 45.345).

93% aller monographischen Neuerwerbungen des Jahres wurden in die Ausstellung der Neueingänge eingebucht. Da die aktuellen Daten der Katalogisate zum Zeitpunkt der Ausstellung im Neuerwerbungsregal noch nicht in BABSY zur Verfügung stehen, müssen hierfür die Signaturen per Hand eingegeben werden. Dies bedeutet einen erheblichen zeitlichen Mehraufwand.

 

8.6 Buchbinderei und Einbandstelle

Zum 31.12.2000 schied der Buchbindermeister, Herr Holderbaum, aus der Buchbinderei aus.

An auswärtige Buchbindereien wurden gegeben: 11.209 (-18% z. Vj.) Monographien und Zeitschriftenbände. In der Hausbuchbinderei wurden gebunden: 2.267 (-28%) Monographien und Zeitschriftenbände. Die Rückgänge haben ihre Ursache in Zeitschriftenabbestellungen und im Rückgang monographischer Einkäufe.

Die Vergabe der Buchbinderaufträge erfolgt nunmehr mithilfe eines Excel-Formulars, das von der Medienbearbeitung ausgefüllt wird und in der Buchbinderei abgerufen werden kann, so dass jederzeit der Überblick über zum Binden anstehendes Gut gegeben ist und die Vergabe beschleunigt werden kann.

Die Verwaltung der zu bindenden Zeitschriften erfolgt nunmehr mit dem Programm i3v, wobei hierfür vorbereitend oder mindestens zeitgleich zunächst die einmalige Eingabe der Musterpappenangaben in das Programm geschehen muss. Diese Arbeit band in 2000 erhebliche personelle Ressourcen, wobei eine studentische Hilfskraft zur Kompensation eingesetzt wurde.

Eine Untersuchung der Bindezeiten ergab, dass kürzere Zeiträume der Vergabe nur mit teureren kleineren Bindepartien zu erkaufen wären, zudem würden zusätzlich höhere Transportkosten für 14-tägige statt 4-wöchiger Abholung anfallen. Daneben gibt es wie bisher einen Eil-Dienst per Postversand.