7. Abteilung 4 Fachreferate

7.1 Wirtschaftswissenschaften

Im Fachreferat Wirtschaftswissenschaften gab es auch im Jahr 2001 personelle Veränderungen: Herr Hausknecht verließ das Fachreferat Ende März, um in Siegen eine unbefristete Stelle anzutreten. In den anschließenden Monaten betreute Herr Straub das Fachreferat. Im Juli kehrte Frau Dr. Schwalbach aus dem Erziehungsurlaub zurück und übernahm wieder die Leitung des Fachreferats (halbtags), während Frau Brandner-Weiß ab Mitte August halbtags in das laufende Geschäft eingearbeitet wurde.

Die Wirtschaftswissenschaften teilen sich in die Einzelfächer Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Dem Fach Betriebswirtschaftslehre standen im Berichtsjahr DM 221.694 (2000: 229.968) für die Literaturerwerbung zur Verfügung. Davon waren bereits DM 17.585 für Serien und Fortsetzungen sowie DM 93.871 für Zeitschriftenabonnements gebunden. Tatsächlich wurden DM 90.183 für Monographien und DM 94.916 für Zeitschriften ausgegeben.

Dem Fach Volkswirtschaftslehre standen DM 84.568 (im Vergleich zu DM 95.120 im Vorjahr) für den Literaturerwerb zur Verfügung. Für die zu erwartenden Veröffentlichungen im Bereich der Serien und Fortsetzungen waren DM 8.805 sowie für Zeitschriftenabonnements DM 52.789 gebunden. Mittel in Höhe von DM 19.221 für Monographien und Serien sowie DM 58.167 für Zeitschriften wurden ausgegeben.

Trotz der Mitteleinschränkung gegenüber dem Vorjahr konnte die Zahl der laufenden Zeitschriftenabonnements bei 334 für Betriebswirtschaftslehre bzw. 366 für Volkswirtschaftslehre gehalten werden.

Der Zugriff auf die Online-Datenbank ABI-Inform (eine fachbibliographische Datenbank für Wirtschaftswissenschaften einschließlich Volltextzugriff auf über 700 Zeitschriften und die darin enthaltenen Zeitschriftenaufsätze) konnte für das Jahr 2001 verlängert werden. Des weiteren standen die fachbibliographischen Datenbanken WISO I, II und III, pro Arbeit, Hoppenstedt (Handbuch der Großunternehmen), Neue Wirtschaftsbriefe sowie ECONLIT für Literatur- bzw. Unternehmensrecherchen im Bereich Wirtschaftswissenschaften zur Verfügung.

Im Wintersemester 2001/2002 wurde die Bibliothek innerhalb der Integrierten Einführung für die Erstsemester der Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Soziologie in einem Vortrag vorgestellt; ferner wurden in diesem Rahmen 13 Schulungen für die Datenbanken WISO I – III durchgeführt.

Darüber hinaus wurden Einführungen in die Recherche für die Datenbanken WISO I – III, ECONLIT und ABI-Inform angeboten bzw. in Absprache mit den Lehrveranstaltungsleitern und -leiterinnen anberaumt (vgl. unten Punkt 9.1).

Über die Schulungsangebote wurde – neben anderen aktuellen Informationen – auch im Rahmen des im September neu eingeführten „Newsletters“, der alle ein bis zwei Monate an die Professoren und Professorinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie an die Studierenden des Fachbereichs IV ging, informiert.

7.2 Rechtswissenschaft

Der Sammelauftrag des Faches umfasst neben dem deutschen Recht schwerpunktmäßig auch das internationale Recht und die Rechtsvergleichung, um dem besonderen For­schungs- und Ausbildungsprofil des Fachbereichs Rechtswissenschaft an der Universität Trier Rechnung zu tragen. Umweltrechtliche Literatur wird dagegen nur in Grundzügen zu Ausbildungszwecken erworben. Im übrigen wird auf die Bestände des an der Universität Trier bestehenden Instituts für Umwelt- und Technikrecht verwiesen.

Die Aufgaben des Fachreferenten bestehen in der Literaturauswahl, der systematischen und verbalen Sacherschließung sowie der fachbibliographischen Beratung des Faches. Die Katalogisierung der Bestände erfolgt durch das Buchbearbeitungsteam, das mit zwei Diplombibliothekaren und einer Bibliotheksangestellten (halbtags) besetzt ist. Auch im Jahr 2001 wurde als Auftragsarbeit zusätzlich die Bearbeitung der Bestände des Instituts für Rechts­politik (Erwerbung, Formal- und Sacherschließung) fortgeführt.

2001 standen dem Fach DM 498.517 für die Literaturerwerbung zur Verfügung (Zuweisung des Senats; 2000: DM 454.305). Die Ausgaben für Zeitschriften und Lieferungswerke (wie etwa Fortsetzungsbestel­lungen und Loseblattsammlungen) beliefen sich insgesamt auf DM 300.037  (2000: DM 412.335). Davon entfielen DM 101.696 auf Zeitschriften und DM 198.377 auf Liefe­rungswerke (2000: DM 177.646 bzw. DM 234.689 ). Die umfangreichen Abbestellungen von Zeitschriften und Fortsetzungswerken im Jahr 2000 wurden im Jahr 2001 wirksam. Die damit freigewordenen Mittel können nun wieder zu Gunsten eines verstärkten Erwerbs von Monographien eingesetzt werden.

Ende des Jahres 2001 belief sich der Fachbestand auf insgesamt 146.356 Bände. Der An­teil der Monographien betrug hierbei 106.109 Bände. Der Zuwachs an Monographien be­trug 1.860 Bände einschließlich Geschenken, Erwerbungen auf dem Tauschwege und 413 Dissertationen (2000: 1.763 Bände). 1.114 Bände wurden durch Kauf erworben (2000: 999 Bände).

2001 wurden nur noch 486 laufende Zeitschriften (einschließlich der Mehrfachabonnements) bezogen (2000: noch 543), davon 452 als Kaufzeitschriften.

Auch 2001 wurden vom Fachbereich Rechtswissenschaft wiederum die Kosten für Datenbanknutzungen (juris, Westlaw) sowie die Kosten für die CD-ROM-Version der NJW in einer Gesamthöhe von rund DM 37.300 übernommen. Dank der Zusage des Fachbereichs, auch weiterhin die Kosten für eine Fakultätslizenz für juris zu übernehmen, konnte der Lizenzvertrag mit juris über das Jahr 2001 hinaus für den Zeitraum 2002 bis 2004 verlängert werden.

Im Laufe des Jahres fanden 22 Einführungsveranstaltungen in juristische Datenbanken statt. Ferner wurden zu Beginn des Wintersemesters 2001/2002 wieder 15 Bibliotheksfüh­rungen für Erstsemester des Fachbereichs Rechtswissenschaft durchgeführt (vgl. unten Punkt 9.1).

Europäisches Dokumentationszentrum

Im Rahmen des Fachreferats Rechtswissenschaft wird das Europäische Dokumen­tationszentrum mitbetreut. Ein Etat für Literaturerwerbung steht dem Dokumenta­tionszent­rum nicht zur Verfügung, es ist stattdessen auf die kostenlose Versorgung mit Literatur durch die Kommission der Europäischen Union angewiesen. Zur Zeit werden 116 Zeit­schriften und Fortsetzungen bezogen. Zusätzlich wurden im Berichtsjahr 272 selbständig erschienene Publikationen in den Bestand eingearbeitet und im Katalog verzeichnet (2000: 148). Über das Dokumentationszentrum besteht ein Online-Zugriff auf diverse Datenban­ken der Europäischen Union.

7.3 Geographie/Geowissenschaften, Soziologie, Ethnologie

Geographie/Geowissenschaften

Im Jahr 2001 ergab sich für die geographisch/geowissenschaftlichen Fächer weiterhin eine angespannte Etatsituation. Diese wurde einerseits verursacht durch die überproportional angestiegenen Zeitschriftenpreise, andererseits durch die weiterhin fortschreitende Verschlechterung des Euro-Wechselkurses gegenüber dem Dollar und dem britischen Pfund, von der viele internationale Zeitschriften betroffen sind.

Für die Literaturerwerbung im Jahr 2001 standen den geographisch/geowissenschaftlichen Fächern Mittel in Höhe von DM 280.916 (2000: DM 274.416) einschließlich negativem Übertrag aus 2000 (DM -26.021) und ausgegebenen Berufungsmitteln (DM 7.664) zur Verfügung. Dem stehen Ausgaben in Höhe von DM 258.414 (2000: DM 300.437) gegenüber, womit ein Betrag von DM 22.501 nach 2002 übertragen werden konnte. Diese im ersten Augenblick erfreulich erscheinende Entwicklung muss aber durch folgende Besonderheiten relativiert werden: einerseits durch den sehr frühen Kassenschluss (verwaltungsseitig bedingt durch die Währungsumstellung auf den Euro) und andererseits durch den verspäteten Eingang von Rechnungen seitens eines Zeitschriftenlieferanten konnte ein Teil der Zeitschriftenrechnungen erst für das Haushaltsjahr 2002 gebucht werden. Aus diesem Grund stehen zum Jahresende dem Übertrag von DM 22.501 nach 2002 gebundene Mittel in Höhe von DM 38.837 gegenüber.

Die Ausgaben setzen sich aus folgenden Teilbeträgen zusammen: DM 31.323 wurden für Fortsetzungen und Serien sowie DM 35.229 für Monographien verausgabt. Die Zeitschriftenabonnements stellen mit DM 191.862 (2000: DM 252.632) den weitaus größten Ausgabenposten dar, wobei hier die ins Jahr 2002 gebundenen Mittel hinzu addiert werden müssten. Im Jahr 2001 wurden zur Entlastung des Etats die Abonnements von 17 Zeitschriften gekündigt, wobei 2002 weitere Einsparungen folgen müssen. Darüber hinaus haben fünf Zeitschriften im Jahr 2001 ihr Erscheinen eingestellt.

Die Zahl der für das Fach laufenden Zeitschriftenabonnements lag damit am Jahresende bei 328 Titeln (2000: 350). Der Fachbestand belief sich zum Jahresende 2001 auf 80.530 Bände (2000: 80.122) einschließlich 22.460 gebundener Zeitschriftenbände (2000: 22.061). Der Durchschnittspreis gekaufter Bände lag 2001 bei DM 221 (2000: DM 214). Der Durchschnittspreis betrug für Monographien und Fortsetzungen DM 83 sowie für Zeitschriftenbände DM 637.

Die Rekatalogisierung des Altbestandes wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Insgesamt wurden 600 Bände rekatalogisiert. Des Weiteren wurde 2001 der Buchbestand Chemie (45=BH/g) neu untergliedert und in sieben Systematikstellen aufgeteilt.

Das Abonnement für die fachbibliographische Datenbank Geobase konnte für das Jahr 2001 verlängert werden. Im Laufe des Jahres fanden fünf Schulungen für die Datenbank Geobase sowie zwei für die Datenbank RSWB (Raumordnung, Städtebau, Wohnungswesen, Bauwesen) statt.

Soziologie

Dem Fach Soziologie standen im Jahr 2001 Mittel in Höhe von DM 72.939 (2000: DM 57.208) für die Literaturerwerbung einschließlich eines Übertrags aus dem Jahr 2000 (DM 7.917) zur Verfügung. Die Ausgaben im Jahr 2001 beliefen sich auf DM 52.478 (2000: DM 49.291), womit ein Betrag von DM 20.461 ins Jahr 2002 übertragen werden konnte. Dem stehen gebundene Mittel in Höhe von DM 3.545 zum Ende des Jahres gegenüber.

Die Ausgaben setzen sich aus folgenden Teilbeträgen zusammen: DM 6.734 wurden für Fortsetzungen und Serien sowie DM 17.263 für Monographien verausgabt. Mit einem Anteil von 54% an den Gesamtausgaben stellen die Zeitschriftenabonnements mit DM 28.480 (2000: DM 32.609) den größten Ausgabenposten dar, liegen aber im Verhältnis zu den Monographien in einem akzeptablen Rahmen.

Die Anzahl der laufenden Zeitschriftenabonnements konnte um eines auf 78 erhöht werden. Der Fachbestand belief sich zum Jahresende 2001 auf 52.521 Bände (2000: 52.204) einschließlich 6.808 gebundener Zeitschriftenbände (2000: 6.736). Der Durchschnittspreis gekaufter Bände lag 2001 bei DM 115 (2000: DM 117). Der Durchschnittspreis betrug für Monographien und Fortsetzungen DM 53 sowie für Zeitschriftenbände DM 475.

Die Rekatalogisierung des Altbestandes wurde im Berichtsjahr mit den Magazinbeständen fortgesetzt. Insgesamt wurden ca. 2200 Bände des kombinierten Bestandes Soziologie/Ethnologie rekatalogisiert, so dass die Gesamtzahl der noch nicht über den Online-Katalog recherchierbaren Altbestände nun bei ca. 12.750 Bänden liegt. Die Altbestandserfassung soll 2002 verstärkt fortgesetzt werden.

Für die fachbibliographische Datenbank Sociological Abstracts konnte der im Oktober 2000 eingerichtete Online-Zugriff für ein weiteres Jahr verlängert werden. Im Laufe des Jahres fanden fünf Schulungen für diese Datenbank statt.

Ethnologie

Im Jahr 2001 standen dem Fach Ethnologie Mittel in Höhe von DM 16.624 (2000: DM 21.691) für die Literaturerwerbung (einschließlich einem Übertrag aus dem Vorjahr von DM 4.120) zur Verfügung. Die Ausgaben im Jahr 2001 beliefen sich auf DM 15.222 (2000: DM 17.571), womit ein Betrag von DM 1.402 nach 2002 übertragen werden konnte. Dem stehen allerdings gebundene Mittel in Höhe von DM 2.598 zum Ende des Jahres gegenüber.

Die Ausgaben setzen sich aus folgenden Teilbeträgen zusammen: DM 17 wurden für Fortsetzungen und Serien, DM 8.201 für Monographien sowie DM 7.003 (2000: DM 9.719) für Zeitschriftenabonnements verausgabt. Auch hier konnte ein Teil der Zeitschriftenrechnungen erst für das Haushaltsjahr 2002 gebucht werden, und zwar einerseits aufgrund des sehr frühen Kassenschlusses (verwaltungsseitig bedingt durch die Währungsumstellung auf den Euro) und andererseits wegen des verspäteten Eingangs von Rechnungen seitens eines Zeitschriftenlieferanten. Aus diesem Grund stehen zum Jahresende dem Übertrag von DM 1.402 nach 2002 gebundene Mittel in Höhe von DM 2.598 gegenüber.

Die Anzahl der laufenden Zeitschriftenabonnements konnte bei 32 gehalten werden. Der Fachbestand belief sich zum Jahresende 2001 auf 9.367 Bände (2000: 9.252) einschließlich 1.329 gebundener Zeitschriftenbände (2000: 1.305). Der Durchschnittspreis gekaufter Bände lag 2001 bei DM 97 (2000: DM 107). Der Durchschnittspreis betrug für Monographien und Fortsetzungen DM 68 sowie für Zeitschriftenbände DM 292.

(Rekatalogisierung siehe Soziologie).

7. 4 Mittelalterliche und Neuere Geschichte

Sehr erfreulich war der Anstieg der real verfügbaren Erwerbungsmittel: DM 122.000 im Normaletat und DM 12.000 aus Bleibeverhandlungen. Somit standen insgesamt DM 134.000 zu Verfügung. Davon konnten für DM 83.000 Monographien (= 950 Bände; 2000: 800) und für DM 33.000 Zeitschriften (= 150 Bände; 2000: 230) erworben werden. Bindungen durch Bestellungen in Höhe von DM 18.000 wurden ins Haushaltsjahr 2002 mitgenommen. Der Zuwachs betrug einschließlich der Geschenke insgesamt 1.440 Bände.

Die Arbeit für das „Arye-Maimon-Institut für die Geschichte der Juden“ bewegte sich in einem ähnlichen Rahmen wie im Vorjahr. Knapp DM 16.000 konnten für Monographien und Zeitschriften ausgegeben werden (= 147 Bände; 2000: 129 Bände). Aus technischen Gründen werden alle diese Erwerbungen als Spende (= Geschenk) verbucht.

Erfreulich war die Entwicklung bei der Rekatalogisierung der bislang noch nicht elektronisch nachgewiesenen Altbestände. Zunächst wurden die noch ausstehenden 870 Bände aus dem Lesesaal katalogisiert. Damit ist dieser Bestand nun komplett in BIB-KAT nachgewiesen. Dazu kamen noch 3.300 Bände Magazinbestand, insgesamt also eine Rekatalogisierungsleistung von fast 4.200 Bänden. Der noch nicht EDV-erschlossene Rest hat sich inzwischen auf rund 5.700 Bände verringert.

7.5 Klassische Philologie, Alte Geschichte/Papyrologie, Archäologie, Ägyptologie, Kunstgeschichte, nicht vertretene Fächer I

Klassische Philologie

Der Fachbestand erhöhte sich von 28.840 auf 29.041 Bände, wozu DM 30.136 aufgewendet wurden. In einem Zugang von 350 Bänden sind 146 Geschenke enthalten. Die meisten wurden aus Drittmitteln der Abel-Stiftung erworben.

Die Überprüfung des Magazinbestandes auf Dubletten wurde im Rahmen der (vom Team durchgeführten) Rekatalogisierung weitergeführt. Nicht Benötigtes wurde ausgeschieden.

Alte Geschichte/Papyrologie

Der Bestand des Faches wuchs von 30.155 auf 30.427 Bände bei Ausgaben von DM 35.439,87. In den 422 Bänden Zugang sind 134 Geschenke enthalten, die zum größten Teil von Fachangehörigen angesichts der Mittelverknappung gespendet wurden.

Neben dem normalen Fachetat konnten Berufungsmittel (Prof. Hermann-Otto) zur Erwerbung von Literatur für Forschungsschwerpunkte eingesetzt werden.

Klassische Archäologie

Der Fachbestand konnte mit DM 28.567 von 15.622 auf 15.879 Bände erhöht werden. In einem Zugang von 272 Bänden sind 89 Geschenke enthalten. Die Formattrennung wurde mit Hilfe von Atlantenschränken mit zusätzlicher horizontaler Unterteilung weitergeführt. Dadurch konnte zusätzlicher Stellraum innerhalb der Regalanlage gewonnen werden.

Kunstgeschichte

Wie in den vergangenen Jahren wurden die Ausgaben von DM 46.127 hauptsächlich für die Anschaffung von  Semesterliteratur verwendet. Der Fachbestand stieg von 27.655 auf 28.171 Bände (davon 219 Geschenke). Der Lesesaalbestand wurde planmäßig ausgedünnt; dabei konnte auch durch das Team rekatalogisiert werden. Eine Stellraumerweiterung konnte durch neue Regale erreicht werden.

Ägyptologie

Der Fachbestand stieg von 11.536 auf 11.710 Bände. Dafür wurden DM 12.728 ausgegeben. 60 Bücher schenkte das Fach aus Spendenmitteln.

In einer neugebildeten Systemstelle „Demotistik“ wurden die betreffenden Bände aus Papyrologie und Ägyptologie zusammengezogen.

Nicht vertretene Fächer I: Orientalistik, Theologie

Die Orientalistik ist rekatalogisiert; bei der Theologie kann bei der Rekatalogisierung durch Aussondern veralteter Bestände noch Raum gewonnen werden. Zuwächse in diesen Fächern kommen noch durch Fortsetzungen, die im Falle der Theologie allerdings häufig bei 80 aufgestellt wurden.

7.6 Japanologie, Philosophie, Politikwissenschaft

Japanologie

Der durch die Umverteilung der ursprünglichen Senatsansätze im Fachbereich II wie im Vorjahr relativ knappe Etat (Berufungsmittel nicht eingerechnet) wurde entlastet durch eine Reihe von Schenkungen, deren wichtigste ein Corpus von Nachschlage- und Quellenwerken zum japanischen Theater aus dem Nachlass des japanischen Bühnenregisseurs und Schauspielers Senda Koreya war. Aus Berufungsmitteln erworben wurde ein Reprint der Jahrgänge 1902-1921 der Zeitschrift Nōgaku, einer wichtigen – und in europäischen Bibliotheken bislang so gut wie nicht vertretenen – Quelle zur japanischen Theatergeschichte, deren digitale Erschließung derzeit im Rahmen eines Projekts im Fach Japanologie stattfindet.

Im Jahr 2001 standen dem Fach (einschließlich Berufungsmitteln in Höhe von DM 19.015) insgesamt DM 49.186 für die Literaturerwerbung zur Verfügung (2000: DM 27.469); die Ausgaben betrugen DM 43.066 (2000: DM 31.629), davon DM 22.421 für Monographien und DM 20.645 für Zeitschriften (2000: DM 21.264 für Monographien und DM 10.365 für Zeitschriften). Die Verdoppelung der Ausgaben für Zeitschriften im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich aus den Kosten für die Anschaffung des oben erwähnten Zeitschriftenreprints.

Bei Jahresende 2001 belief sich der Fachbestand auf insgesamt 16.565 Bände (2000: 16.073 Bände) einschließlich 1.298 gebundener Zeitschriftenbände. 2001 war ein Zugang von 495 Bänden (2000: 428) zu verzeichnen, darunter 13 CD-ROMs und 9 (2000: 16) Videokassetten. Die Zahl der laufend für das Fach bezogenen Zeitschriften (Kauf und Geschenk) lag bei 40 Titeln.

Zusätzlich zu den regulär von der Bibliothek angebotenen Schulungen in der Benutzung der Online-Datenbank Bibliography of Asian Studies (im Wechsel mit dem Fachreferenten für Sinologie) und in der Internetrecherche für Japanologen fanden wie in den Vorjahren eine Bibliotheksführung für Erstsemester sowie Einführungen in die japanologische Online-Recherche im Rahmen der Hilfsmittelübungen des Faches Japanologie für das 1. und 4. Semester statt (vgl. unten Punkt 9.1)

Der Fachreferent nahm am 03. und 04.05.2001 an dem Workshop „CJK-Bibliotheken auf dem Weg in die Verbünde“ im Institut für Asienkunde (Hamburg) teil. Er ist Mitglied der anschließend gebildeten Taskforce zur Schaffung eines einheitlichen Katalogs für chinesische, japanische und koreanische (CJK-)Literatur in Deutschland und der Mehrschriftlichkeit in den Verbundkatalogen mit dem Ziel einer Aufnahme der CJK-Bibliotheken in die deutschen Bibliotheksverbünde. Am 10.-12.10.2001 nahm die für die Medienbearbeitung des Faches Japanologie zuständige Mitarbeiterin zu Informationszwecken an einer Schulung zur Katalogisierung in der japanischen Verbunddatenbank NACSIS in der Universität Köln teil.

Philosophie

Die im Jahr 2000 im Team begonnene systematische Rekatalogisierung und Re-Verschlagwortung der noch nicht EDV-erfaßten Bestände (mit Schwerpunkt auf den Lesesaalbeständen) wurde im Berichtsjahr fortgesetzt.

2001 standen dem Fach (einschließlich eines Übertrags aus dem Vorjahr in Höhe von DM 3.738) DM 88.070 für die Literaturerwerbung zur Verfügung (2000: DM 69.258). Die Ausgaben betrugen insgesamt DM 67.540, von denen DM 44.223 (2000: DM 33.586) für Monographien und DM 23.316 (2000: DM 31.932) für Zeitschriften aufgewendet wurden. Die deutliche Reduzierung der Ausgaben für Zeitschriften resultiert aus Abbestellungen, die 2000 getätigt, aber erst 2001 wirksam wurden, sowie aus der Tatsache, dass eine Reihe von Zeitschriftenrechnungen erst im Jahre 2002 eingegangen sind.

Bei Jahresende 2001 belief sich der Fachbestand auf insgesamt 34.448 Bände (2000: 34.112 Bände) einschließlich 7.296 gebundener Zeitschriftenbände bei einem Zugang von 472 Bänden (2000: 495 Bänden) im Berichtsjahr, darunter 2 CD-ROMs. Die Zahl der laufend für das Fach bezogenen Zeitschriften (Kauf und Geschenk) lag bei 113 Titeln.

Politikwissenschaft

Im Jahr 2001 standen dem Fach (einschließlich Berufungsmitteln im Umfang von DM 9.516) insgesamt DM 89.482 für die Literaturerwerbung zur Verfügung (2000: DM 82.432); ausgegeben wurden im Berichtsjahr DM 66.811 (2000: DM 82.090), von denen DM 31.600 auf Monographien und DM 35.210 auf Zeitschriften entfielen (2000: DM 39.545 auf Monographien und DM 42.545 auf Zeitschriften). Die deutliche Verringerung der Ausgaben für Zeitschriften ist das Ergebnis von Abbestellungen, die 2000 getätigt, aber erst 2001 wirksam wurden, sowie aus der Tatsache, dass eine Reihe von Zeitschriftenrechnungen erst im Jahre 2002 eingegangen sind.

Bei Jahresende 2001 belief sich der Fachbestand auf insgesamt 62.416 Bände (2000: 61.737 Bände) einschließlich 13.908 gebundener Zeitschriftenbände. 2001 war ein Zugang von 741 Bänden (2000: 858 Bänden) zu verzeichnen (darunter 2 CD-ROMs). Die Zahl der laufend für das Fach bezogenen Zeitschriften (Kauf und Geschenk) lag bei 159 Titeln.

7.7 Allgemeine Sprach- und Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Romanistik (einschl. Lusitanistik) und Germanistik

Allgemeine Sprach- und Literaturwissenschaft

Das Bibliotheksreferat Allgemeine Sprach- und Literaturwissenschaft ist keinem spezifischen Fach an der Universität zugeordnet und stellt eine Sammeleinrichtung der im Fach­bereich II vertretenen Fächer zum koordinierten Erwerb fachübergreifender (insbesondere neuphilologischer) Literatur und grundlegender Werke aus dem Bereich der Allgemeinen und vergleichenden Sprach- und Literaturwissenschaft dar. Über fünf Sechstel des zur Ver­fügung stehenden Etats sind durch Zeitschriftenabonnements gebunden. Im Jahr 2001 unterhielt das Fach 168 (2000: 174) laufende Zeitschriftenabonnements. Ein Teil der für den Monographienerwerb verfügbaren Mittel war, wie in den Vorjahren, für Anschaffun­gen des Faches Phonetik reserviert.

2001 standen dem Fach einschließlich aller Sondermittel Erwerbungsmittel in Höhe von DM 60.202 (2000: DM 61.802) zur Verfügung. In diesen Betrag fließt der Negativ­saldo des Vorjahres ein (DM 689 zuviel verausgabte Mittel). Der Buchbestand des Faches wuchs 2001 bei einem Zugang von 249 Bänden (2000: 357) auf 26.261 Bände (2000: 26.022), von denen 15.227 Bände auf Monographien und 11.039 Bände auf Zeitschriften entfallen. Die Neuzugänge wurden im Verhältnis 1:3 im Freihandbestand und im Magazin aufgestellt, da die Stellfläche im Freihandbereich des Faches äußerst knapp bemessen ist.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Gebäudeteil A konnte der Buchbestand des Faches Allgemeine Sprach- und Litera­turwissenschaft wieder an seinem ursprünglichen Standort aufgestellt werden.

Medienwissenschaft

Das Fach Medienwissenschaft verfügte 2001 einschließlich aller Berufungsmittel über DM 34.839 (2000: DM 42.179). In diese Summe flossen DM 911 im Vorjahr nicht veraus­gabte Mittel ein. Der Buchbestand wuchs 2001 bei einem Zugang von 458 Bänden (2000: 803) auf 4.193 Bände (2000: 3.748), von denen 3.890 Bände auf Monographien und 308 Bände auf Zeitschriften entfallen. Insbesondere für den Bereich Filmwissenschaft konnte der Grundbestand durch umfangreiche antiquarische Käufe entscheidend aufgebessert werden. Die Bibliothek tut darüber hinaus nach wie vor ihr Möglichstes, um vor Gründung des Faches Medienwissen­schaft erworbene medienwissenschaftliche Literatur in die systematische Aufstellung des Faches 21 zu integrieren. Das Fach unterhielt im Berichtsjahr 43 (2000: 40) laufende Zeitschriftenabonnements. Neben den konventionellen bibliothekarischen Arbeiten (Aus­wahl, Erwerb, formale und inhaltliche Erschließung der Literatur) wurde die Seite „Medienwissenschaft“ im Bereich „Fachspezifische Informationen“ des WWW-Angebots der Bibliothek weiterentwickelt. Nachweis, Aufstellung und Verfügbarmachung des von der Bibliothek in wachsendem Maß erworbenen Non-Book-Materials erfolgen in enger Ab­sprache mit den Fachvertretern sowie den von diesen geleiteten Institutionen „Universitätsvideoanlage“ und „Sprachzentrum“.

Wie bereits in den Vorjahren bot das Fachreferat auch im Jahr 2001 fachbezogene Biblio­theks-Einführungen im Rahmen von Erstsemesterveranstaltungen, CD-ROM-Schulungen zu fachbezogenen CD-ROM-Datenbanken (insbesondere zur „MLA international bibli­ography of books and articles on the modern languages and literatures“ und zu „Filmindex international“) und bibliographische Beratung für Medienwissenschaftler an (vgl. unten Punkt 9.1).

Infolge der Sanierungsarbeiten in den Gebäudeteilen A und B und der damit einhergehen­den Umräumarbeiten musste der Freihandbestand des Faches in den Nebenraum des PC-Pools der Bibliothek (ehemaliger Katalogsaal) verlagert werden.

Romanistik (einschließlich Lusitanistik)

Dem Fach Romanistik standen 2001 einschließlich der Berufungsmittel DM 70.814 (2000: DM 80.234) für Erwerbungszwecke zur Verfügung. In diese Summe geht der Negativ­saldo des Vorjahres ein (8.492 zuviel verausgabte Mittel). Es wurden Erwerbungen im Bereich der Sprach- und Literaturwissenschaft sämtlicher romanischer Einzelphilologien (Französistik, Hispanistik, Italianistik, Provenzalistik, Rumänistik) getätigt. Für Anschaf­fungen im Bereich der Lusitanistik standen eigene Mittel in Höhe von DM 6.990 (2000: DM 7.565) zur Ver­fügung.

Etwa ein Viertel der gesamtromanistischen Verfügungssumme ist durch Zeitschriftenabon­nements gebunden (das Fach unterhielt im Berichtsjahr 249 [2000: 253] laufende Abonnements). Der Buchbestand des Faches wuchs im Jahr 2001 bei einem Zugang von 906 Bänden (2000: 952) auf 74.736 Bände (2000: 73.894), von denen 62.357 Bände auf Monographien und 12.425 Bände auf Zeitschriften entfallen. Die Neuzugänge wurden etwa zu gleichen Teilen im Freihandbestand und im Magazin aufgestellt.

Mitte 2001 konnte die Katalogisierung der der Bibliothek im Vorjahr zugegangenen Sammlung rumänistischer Literatur abgeschlossen werden. Nach Ausschluss aller Dubletten wurden 369 Bände in den Bestand des Faches übernommen. Die Bücher sind sowohl formal (im alphabetischen Katalog) als auch sachlich (mit deutschsprachigen Schlagwörtern) erschlossen.

Wie in den Vorjahren bot das Fachreferat auch im Jahr 2001 fachbezogene Biblio­theks-Führungen im Rahmen von Erstsemesterveranstaltungen, CD-ROM-Schulungen zu fachbezogenen CD-ROM-Datenbanken (insbesondere zur „MLA international bibli­ography of books and articles on the modern languages and literatures“) und Internet-Ein­führungen für Romanisten an (vgl. unten Punkt 9.1). Zur Einführung in die Arbeit mit elektronischen Texten, insbesondere dem Datenangebot der BASE TEXTUELLE FRANTEXT von CNRS - ATILF, bot der Fachreferent im Wintersemester ein Proseminar an, das mit Hilfe eines elektronischen Semesterapparates durchgeführt wurde

(http://www.ub.uni-trier.de/fachinfo/23seifertWS2001.htm) .

Infolge der Sanierungsarbeiten in den Gebäudeteilen A und B und der damit einhergehen­den Umräumarbeiten blieb der Freihandbestand des Faches im Berichtszeitraum in komprimierter Form in der Bibliothekszentrale aufgestellt.

Germanistik

Für Buch- und Zeitschriftenerwerbung standen dem Fach 2001 DM 100.736 (2000: DM 127.558) zu Verfügung. In diese Summe flossen DM 4.780 im Vorjahr nicht verausgabte Mittel ein. Der Buchbestand des Faches wuchs 2001 bei einem Zugang von 883 Bänden (2000: 1.253) auf 83.535 Bände (2000: 82.888), von denen 73.770 Bände auf Monographien und 9.991 Bände auf Zeitschriften entfallen. Die Neuzugänge wurden in etwa zu gleichen Teilen im Freihandbe­stand und im Magazin aufgestellt. Das Fach unterhielt im Berichtsjahr 165 (2000: 163) laufende Zeitschriftenabonnements.

Mit Unterstützung des Hochschulbibliothekszentrums des Landes Nordrhein-Westfalen war es möglich, alle Einzelwerke der im Vorjahr erworbenen Mik­rofichesammlung „Bibliothek der Deutschen Literatur“ des Saur-Verlags (über 22.000 Werke von ca. 3.200 deutschsprachigen Autoren auf mehr als 25.000 Mikrofiches) durch automatische Datenübernahme im Bibliothekskatalog nachzuweisen.

Die Fachinformationsseiten „Germanistik“ wurden um eine eigenständige „Jiddistik“-Seite mit kontinuierlich gepflegten Links zu einschlägigen jiddistischen Internetquellen ergänzt.

Wie bereits in den Vorjahren bot das Fachreferat auch im Jahr 2001 fachbezogene Bibliotheks-Führungen im Rahmen von Erstsemesterveranstaltungen, CD-ROM-Schulungen zu fachbezogenen CD-ROM-Datenbanken (insbesondere zur „Bibliographie der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft“) und Internet-Einführungen für Germanisten an (vgl. unten 9.1). Wegen Fortdauer der Sanierungsarbeiten in den Gebäudeteilen A und B musste der Freihandbestand des Faches im Berichtsjahr weiterhin in komprimierter Form im Magazinraum im 2. UG der Bibliothek aufgestellt bleiben.

7.8 Pädagogik, allgemeine und fächerübergreifende Literatur, nicht vertretene Fächer II

Im Buchbearbeitungs-Team dieser Fächer arbeiteten im Jahre 2001 der Diplom-Bibliothekar Herr Bernd Wald sowie als Fachreferent Herr Jürgen Pfannkuchen, der auch für die Ausbildung der bibliothekarischen Fachkräfte verantwortlich ist.

Herrn Wald obliegt zudem die Redaktion von Zeitschriften derjenigen Trierer Bibliotheken, die nicht online in der ZDB katalogisieren. Er ist verantwortlich für die Ansetzung von Körperschaften und berät die Medien-Bearbeitungs-Teams des Hauses. Er ist vertretungsweise in der Bibliotheks-Auskunft tätig.

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Pädagogik

Die Verfügungssumme des Faches Pädagogik belief sich 2001 einschließlich der Berufungsmittel auf DM 81.694 (2000: DM 111.151). Eingearbeitet wurden 636 Monographien (2000: 989) und 129 Zeitschriftenbände (2000: 236). Der Zugang an Mikromaterialien betrug 10 Einheiten (2000: 19). Der Geschenk- und Tausch-Anteil betrug insgesamt 161 Bände (2000: 192). Für den Erwerb von CD-ROMs und Online-Anschlüssen wurden DM 2.297 (2000: DM 2.248) aufgewendet. Die Rekatalogisierung des Magazinbestandes ab der Signatur ln 12000 wurde, einschließlich der Verschlagwortung, mit Nachdruck fortgeführt.

Allgemeines – Nicht vertretene Fächer II

Die Rekatalogisierung der nicht vertretenen Fächer hatte weiterhin Priorität und wurde im Jahr 2001 beim Buchbestand Bibliothekswissenschaft (09) abgeschlossen.

Die Verfügungssumme des Faches Allgemeines betrug im Jahre 2001 DM 218.852 (2000: DM 226.144). 1.787 (2000: 2063) Buchbinderbände Monographien und Zeitschriften wurden bezogen und eingearbeitet. 865 (2000: 913) dieser Bände gingen als Geschenk und Tausch ein. Für den Erwerb von CD-ROMs und Online-Anschlüssen wurden DM 20.347 (2000: DM 23.335), für Mikro-Materialien DM 8.512 (2000: DM 2.681) aufgewendet.

Die Haushaltssituation des Sachgebietes hat sich im Jahre 2001 allmählich entspannt, da die im April des Jahres 2000 eingeleiteten, umfangreichen Abbestellungen im Gesamtwert von ca. DM 77.000 wirksam wurden.

7.9 Psychologie

Nach Abzug eines negativen Übertrags von DM 28.106 aus dem Jahr 2000 belief sich die Verfügungssumme im Etat des Faches zu Beginn des Jahres 2001 auf DM 196.959.

Es wurden 446 Monographien zu einem Durchschnittspreis von DM 80 eingekauft. Hinzu kamen 163 Monographien als Tausch- und Geschenkexemplare (Papier, Microfiches, Digitale Medien = elektronische Dissertationen).

Laufende Bestellungen für monographische Fortsetzungswerke (Lexika, Wörterbücher, Serien, Reihen), davon 10 aus dem Inland und 2 aus dem Ausland, kosteten DM 3.518. Deren Durchschnittspreis lag bei DM 293,16.

Die 162 durch Kauf bezogenen Zeitschriften des Faches kosteten insgesamt DM 132.061,94. 152 Zeitschriften waren ausländischer Herkunft (94%), 12 waren deutscher Provenienz. Der Durchschnittspreis der Zeitschriften betrug DM 921 pro Band. Die Gesamtzahl aller Zeitschriften beträgt 165, da drei als Geschenk eingehen.

Die beiden Fachbibliographien Psyndex und PsycInfo kosteten DM 3.062 bzw. DM 19.434, das ergibt zusammen DM 22.496.

Der Durchschnittspreis aller 2001 gekauften Werke (Monographien, Fortsetzungen, Zeitschriften einschl. Rückergänzungen sowie Psyndex und PsycInfo) betrugt DM 313 (DM 95.318: 624 Bände).

Der Anteil der jährlichen Fixkosten (Fortsetzungen, Zeitschriften, Bibliographien) betrug DM 158.157. Dies bedeutet einen Anteil von 80% des Fachetats. Für Monographien bleiben lediglich 20%, die gerade einmal für 446 Titelkäufe reichten.

Das ganze Jahr 2001 wurde bundesweit seitens der Fachreferenten für Psychologie an wissenschaftlichen Bibliotheken die Frage ventiliert, wie mit den Forderungen der American Psychological Association bei ihrer Bibliographie PsycInfo am besten zu verfahren sei. Ergebnis war erstens die Trierer Teilnahme beim Bezug derselben über das Friedrich-Althoff-Konsortium in Potsdam in Absprache mit dem HBZ, zweitens die Abonnierung beim Anbieter Silverplatter wegen deren komfortableren Recherchemöglichkeiten, drittens Kauf der Netzversion, viertens mit Campuslizenz statt mit dem bisherigen auf die Psychologen eingeschränkten Zugriff, und fünftens mit der Möglichkeit des remote access. Mit letzterem können alle Universitätsangestellten von außerhalb des Campus im Trierer PsycInfo-Angebot recherchieren. Dass die Kosten trotz Konsortiallösung nicht gerade gering sind, steht auf einem anderen Blatt: 9.936,57 € (DM 19.434) einschließlich Umsatzsteuer und Versandkosten!

Im Lesesaal Psychologie wurde die relativ dunkle Leseecke für Zeitschriftenhefte aufgegeben. Die Auslage der neuesten Hefte geschieht nunmehr im Obergeschoss, wo zahlreiche Fenster für Helligkeit ohne direkte Sonneneinstrahlung sorgen und mehrere Sessel in der Nähe vorhanden sind. Im Untergeschoss wurde von der Technischen Abteilung der Universität eine vollständig neue Beleuchtung installiert, die dem Untergeschoss auch da Licht und Helligkeit zukommen lässt, wo früher Dunkelheit herrschte. Eine neue Regalaufstellung erleichtert an dieser Stelle die erste Orientierung über den Zeitschriftenbestand.

Der Lesesaal Psychologie erhielt im September eine neue Einwegdrehtür, die auf der Zwischengeschossebene den ganzen Tag über auch dann den Zugang zur Bibliothek gewährleistet, wenn die Theke unbesetzt ist (was in 8 von 12 Stunden montags bis freitags der Fall ist). Allerdings muss man dann in diesen 8 Stunden als Ausgang entweder nachmittags den Thekenausgang E bei den Mathematikern nehmen oder den Hauptausgang der Bibliothekszentrale. Immerhin: ein Weg ist in jedem Fall gespart, und Zeit damit ebenfalls.

7.10 Mathematik, Informatik und Linguistische Datenverarbeitung

Mathematik

Der Sammelauftrag orientiert sich an den in der Abteilung Mathematik vertretenen Forschungsschwerpunkten, d.h. an den Studiengängen Wirtschaftsmathematik, Angewandte Mathematik und Lehramt an Gymnasien.

Wie in den Jahren zuvor war die Etatsituation in 2001 wieder von beschränkten Mitteln und rigoroser Zurückhaltung bei der Monographienbeschaffung bestimmt. Nach dem Ansatz der Etatverteilung durch den Senat von DM 318.607 (2000: DM 290.600) wurde nach Abzug des Defizits von DM 68.928 aus dem Vorjahr, Addition von Berufungsmitteln von DM 4.914 und Umverteilung im Fachbereich IV die Verfügungssumme auf DM 253.903 (2000: DM 313.685) festgelegt.

Nach Abbestellungen von Zeitschriften in Höhe von DM 34.429 (nach dem Vorjahrespreis) und Neubestellung der Zeitschrift Mathematical Finance beliefen sich die Ausgaben für Zeitschriften einschließlich der Bibliographien auf DM 236.421 (2000: DM 303.951). Die Fachschaft Mathematik hat für ein Jahr zwei Zeitschriften (Mathematik lehren und Der Mathematikunterricht) zum Studiengang Lehramt an Gymnasien gestiftet, in den Folgejahren werden sie von der Bibliothek übernommen. Die Ausgaben für Monographien betrugen DM 31.575 (2000: DM 52.251). Am Ende des Jahres stand damit ein Defizit von DM 14.093, das in das Jahr 2002 übertragen wurde.

Im Jahr 2001 konnten insgesamt 649 Bände (2000: 955) beschafft werden, davon 314 Bände (2000: 505) Monographien und Fortsetzungen, 335 Zeitschriftenbände (2000: 450). Der Durchschnittspreis gekaufter Bände der Mathematik lag 2001 bei DM 412 (2000: DM 372). Im einzelnen betrug der Durchschnittspreis für Monographien und Fortsetzungen DM 123 (2000: DM 127) und für Zeitschriftenbände DM 712 (2000: DM 710). Der Gesamtbestand des Faches umfasste damit Ende 2001 31.140 (2000: 30.560) Bände, davon 20.076 (2000: 19.812) Monographien und 11.083 (2000: 10.748) Zeitschriftenbände.

Sämtliche beschafften Monographien wurden mit Schlagwörtern versehen, durch Fremddatenübernahme von Der Deutschen Bibliothek oder durch Eigenleistung. Der überwiegende Teil der Monographien konnte im Lesesaal systematisch aufgestellt werden.

Im Jahr 2001 sank die Zahl der laufend gehaltenen Zeitschriften auf 153 einschließlich der Geschenke (2000: 158). Der Zugriff auf Volltexte von Zeitschriften wurde nur soweit ermöglicht, als die Online-Zugriffe durch die Abonnements-Kosten oder einen Pauschalvertrag (Springer) abgedeckt sind.

Das Zeitschriftenvolumen liegt gemessen am Etat an einer kritischen Grenze, so dass im Konsens mit dem Fach Mathematik immer wieder Zeitschriften abbestellt werden müssen.

Seit 1994 steht die Datenbank MATH im Internet vom Campus aus zur Verfügung; der Grundpreis wurde für das Zentralblatt MATH von der Bibliothek finanziert, die Zusatzkosten für den Online-Zugriff auf die Datenbank wurden wie in den Vorjahren von der Abteilung Mathematik getragen. Der derzeitige Vertrag gilt bis Ende 2004.

Seit 2000 steht auch die Datenbank MathSciNet, die Online-Version der Mathematical Reviews, im Rahmen eines deutschlandweiten Konsortialvertrages mit der AMS vom Campus aus zur Verfügung. Der derzeitige Vertrag gilt bis Ende 2002.

Einführungen in die Datenbanken MATH und MathSciNet fanden am 27.06.2001 im Schulungsraum der Bibliothek statt.

Es steht zu befürchten, dass nach Auslaufen der Verträge mindestens eine Datenbank oder ein Referateorgan mangels finanzieller Mittel gekündigt werden muss, um einen Spielraum für Zeitschriften zu schaffen.

Die Abteilung Mathematik veranstaltet regelmäßig eintägige Schnupperkurse Mathematik in Aktion für Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Mathematik der Gymnasien aus der Region. Ein Programmpunkt ist jeweils eine kurze Einführung in die Benutzung der Bibliothek und der relevanten Datenbanken und Informationsmittel der Mathematik unter dem Thema Wie finde ich Literatur zur Mathematik? Die Einführungstage fanden vom 16.10. bis zum 18.10.2001 statt.

Informatik

Der Sammelauftrag orientiert sich an den in der Abteilung Informatik vertretenen Forschungsschwerpunkten und am Studiengang Mathematische Informatik.

Ausgehend von dem Ansatz der Etatverteilung durch den Senat von DM 108.953 (2000: DM 105.673), einem Übertrag aus dem Jahr 2000 von DM 37.643 (1999: Übertrag DM 24.675), Berufungsmitteln in Höhe von DM 6.000 und Umverteilung im Fachbereich wurde die Verfügungssumme auf DM 150.179 (2000: DM 135.799)  festgelegt.

Die Ausgaben für Zeitschriften beliefen sich auf DM 72.915 (2000: DM 67.380), die Ausgaben für Monographien und Kongressbände auf DM 69.331 (2000: DM 39.859), so dass ein Übertrag von DM 7.932  für das Jahr 2002 übernommen wurde.

2001 wurde ein Zuwachs von insgesamt 835 (2000: 560) Bänden verzeichnet, davon 642 Bände (2000: 421) Monographien bzw. Kongress-Bände und 193 Bände (2000: 174) Zeitschriften. Der Durchschnittspreis gekaufter Bände der Informatik lag in 2001 bei DM 170 (2000: DM 180). Im einzelnen betrug der Durchschnittspreis für Monographien und Fortsetzungen DM 114 (2000: DM 93) und für Zeitschriftenbände DM 378 (2000: DM 387).

Im Jahr 2001 wurden 111 (2000: 111) laufende Zeitschriften gehalten. Der Zugriff auf Volltexte von Zeitschriften konnte nur insoweit hergestellt werden, als die Online-Zugriffe durch die Abonnements-Kosten oder einen Pauschalvertrag (Springer) abgedeckt sind.

Sämtliche beschafften Monographien wurden mit Schlagwörtern versehen, durch Fremddatenübernahme von Der Deutschen Bibliothek oder durch Eigenleistung. In Hinblick auf den anstehenden Umzug des Faches und der Bibliotheksbestände Informatik ins Gebäude H (kein Magazin) wurden alle Monographien im Lesesaal systematisch aufgestellt.

Linguistische Datenverarbeitung (LDV/Computerlinguistik)

Der Sammelauftrag orientiert sich an den im Fach Linguistische Datenverarbeitung vertretenen Forschungsschwerpunkten und am Studiengang Linguistische Datenverarbeitung.

Für die Linguistische Datenverarbeitung betrug die Verfügungssumme für 2001 DM 91.460 (2000: DM 80.758), durch einen Übertrag aus dem Vorjahr von DM 24.800 und Umverteilung der Bibliotheksmittel im Fachbereich II lag sie wieder deutlich über dem Etatansatz aus der Verteilung durch den Senat von DM 66.660 (2000: DM 41.658). Für Literaturbeschaffungen wurden bei Monographien DM 43.378 (2000: DM 37.466) und bei Zeitschriften DM 13.628 (2000: DM 18.491) ausgegeben. Am Jahresende 2001 entstand ein Übertrag von DM 34.453.

Im Jahr 2001 wurden 351 Bände beschafft (2000: 298), davon 323 Monographien (2000: 339) und 28 Zeitschriftenbände (2000: 47). Der Durchschnittspreis gekaufter Bände der LDV lag im Berichtsjahr bei DM 162 (2000: DM 144). Im einzelnen lag der Durchschnittspreis für Monographien bei DM 152 (2000: DM 179) und für Zeitschriftenbände bei DM 505 (2000: DM 544).

Im Jahr 2001 wurden 21 Zeitschriften laufend gehalten (2000: 21).

Sämtliche beschafften Monographien wurden mit Schlagwörtern versehen, durch Fremddatenübernahme von Der Deutschen Bibliothek oder durch Eigenleistung. In Hinblick auf den anstehenden Umzug des Faches und der Bibliotheksbestände Informatik ins Gebäude H und der daraus folgenden notwendigen Aufteilung der Bestände unter dem Lokalzeichen 72 (Informatik und Linguistische Datenverarbeitung) wurden Monographien zum engeren Teilgebiet Linguistische Datenverarbeitung im Lesesaal (Standort 72) systematisch aufgestellt, Monographien zum weiteren Teilgebiet Linguistik an den für diese Bestände (Lokalzeichen 20) zuständigen Kollegen weitergegeben.

Der Gesamtbestand der Fächer Informatik und Linguistische Datenverarbeitung umfasste Ende 2001 21.970 Bände (2000: 20.728), davon 17.421 Monographien (2000: 16.429) und ca. 4.588 Zeitschriftenbände (2000: ca. 4.353).

7.11 Fachreferate Slavistik, Anglistik

Slavistik

Dem Fach Slavistik standen im Jahre 2001, einschließlich des Restguthabens aus dem Jahre 2000, Büchermittel in Höhe von ca. DM 32.700 (2000: ca. DM 32.300) zur Verfügung, ferner ein Berufungsmittelrest in Höhe von rund DM 2.200.

Im Berichtsjahr wurden 85 Zeitschriften (im Jahre 2000: 87) im Abonnement bzw. im Tausch laufend bezogen; die Kosten betrugen 47,5 Prozent der Gesamtausgaben des Faches.

Anglistik

Der Etat des Faches Anglistik betrug im Berichtsjahr, unter Berücksichtigung der um knapp DM 800 überzogenen Erwerbungsmittel des Vorjahres, ca. DM 91.900 (2000: ca. DM 84.000). Hinzu kamen Berufungsmittel aus den Jahren 2001 und 2000 in Höhe von ca. DM 11.400 sowie neue Berufungsmittel für die Amerikanistik in Höhe von DM 6.000.

Nach der Erwerbungsstatistik wurden über den Etat der Anglistik im Jahre 2001 180 Zeitschriften im Abonnement, als Geschenk oder im Tausch laufend bezogen; ihre Kosten beliefen sich auf 45 Prozent der Gesamtausgaben des Faches.

Für die Erwerbungen des Faches Kanadistik standen wie alljährlich ca. DM 6.000 zur Verfügung. Die Medienbearbeitung erfolgt seit Januar 2001 ausschließlich im Fachreferat Slavistik/Anglistik, dessen Fachteam wegen des Ausscheidens einer halbtags arbeitenden Mitarbeiterin seit Mitte Februar 2001 nur noch aus 1 Person (mit Zusatzaufgaben in der Benutzungsabteilung sowie bei der Rekonversion des Altbestandes von Sammlungen bzw. anderen Fächern) besteht.

Die Rekatalogisierung des Magazinbestandes der Anglistik konnte Mitte April 2001 abgeschlossen werden. Abgesehen von den Sondermaterialien (Rara, Mikroformen, audio-visuelle Medien) ist damit der Gesamtbestand der Anglistik im Online-Katalog (BIB-KAT) nachgewiesen.

7.12 Sinologie

Der Etatansatz des Faches Sinologie belief sich im Berichtsjahr auf ca. DM 36.400, die tatsächliche Verfügungssumme lag nach Abzug des negativen Vorjahresübertrags bei ca. DM 35.300. Für Monographien wurden ca. DM 13.900 und für Zeitschriften ca. DM 26.000 ausgegeben.

Der Medienbestand (einschließlich Non-Book-Materials) umfasste Ende 2001 30.656 Einheiten (2000: 30.271), davon 26.118 monographische (2000: 25.939) und 4.542 Zeitschriftenbände (2000: 4.332).

11 im Kauf bezogene Zeitschriften wurden abbestellt. Die Zahl der laufend bezogenen Zeitschriften lag einschließlich der Geschenke bei 190 Titeln.

Überregionale Tätigkeiten: Der Fachreferent nahm vom 3. bis 4. Mai 2001 am Workshop „CJK-Fachbibliotheken auf dem Weg in die Verbünde“ im Hamburger Institut für Asienkunde teil und wurde dort zum Mitglied der CJK Task Force bestimmt, deren Ziel die Vorbereitung der vom Workshop beschlossenen Aufnahme der CJK-Fachbibliotheken in die deutschen Bibliotheksverbünde ist (vgl. http://www.duei.de/ifa/aktuelles/Workshop/Onlinetext.php).