8. Abteilung 5 Benutzung und Information

8.0 Öffnungszeiten

Die Bibliothek war an 349 Tagen des Jahres 2001 geöffnet (im Vorjahr: 346).

Seit Einführung der verlängerten Wochenendöffnungszeiten zum 5.6.1999 blieb die Bibliothek an den gesetzlichen Feiertagen, am Karsamstag (zugleich Stromabschaltung), am Heiligabend und zu Silvester geschlossen.

Die wöchentlichen Öffnungszeiten betragen 80 Stunden.

Weitergehende Pläne, die Öffnungszeiten am Samstag und Sonntag zu verlängern, konnten angesichts der eingeschränkten Verfügbarkeit des Bereitschaftsdienstes der Technik auch 2001 nicht verwirklicht werden.

Schließungen

Planmäßige Schließungen dezentraler Eingänge um täglich 2 x 4 Stunden gab es wie in den Vorjahren gemäß Senatsvereinbarung in den Urlaubs- und Ferienzeiten:

Zwei Wochen zu Ostern, eine Woche zu Pfingsten, zehn Sommerwochen, eine Herbstwoche zur Schulferienzeit sowie eine Woche über Weihnachten und Neujahr.

Außerplanmäßige Schließungen dezentraler zusätzlicher Zugänge gab es 2001 im Umfang von 157 (Vorjahr 93) 4-Stunden-Schichten (+ 68%), wobei sich die einzelnen Schließungen nach der Häufigkeit  der Frequentierung unterschiedlich verteilten.

Verteilung bezogen auf die Eingänge:

Zu 2% B von 17 – 21 Uhr (Schalter B wurde ab dem 12.11.2001 wegen Sanierungsarbeiten nach A verlagert); zu 27% C von 17 – 21 Uhr; zu 31% D von 9 – 13 Uhr, zu 39% E von 13 – 17 Uhr.

Die Unberechenbarkeit einiger Eingangsöffnungen um ein Drittel der angezeigten Zeit und mehr ist ein ausgesprochen unbefriedigender Zustand für die Kunden. Abhilfe ist vorerst nicht in Sicht. Das Problem der längeren Wege wird durch Einwegdrehtüren in D und E zwar gemildert, aber auch nur zu einem gewissen Grade. Der Schalter A blieb seit dem Einbau einer Einwegdrehtür wegen Personalmangel dauerhaft geschlossen.

8.1 Auskunft

Personal

Während der längeren Abwesenheit der Leiterin der Fernleihe erhielten drei Kräfte aus der Buchbearbeitung vorübergehend feste Stundenanteile in der Auskunft. Ansonsten galt der 1999 verabschiedete Dienstplan. An der Auskunft waren 7 Personen des gehobenen Dienstes mit festen Stundenanteilen beteiligt, 6 Personen des gehobenen und 5 des höheren Dienstes übernahmen Vertretungen bei Urlaubs- und Krankheitsfällen.

Fortbildung

Die monatlichen Auskunftsbesprechungen fanden turnusgemäß jeweils am ersten Mittwoch eines Monats statt; außerdem gab es 3 interne Fortbildungsveranstaltungen. Darüber hinaus wurde jeder ermutigt, auch externe Fortbildungsangebote zu nutzen, insbesondere im Bereich Kommunikation und Konfliktmanagement.

Dienstreisen und Veranstaltungen

Der Leiter der Auskunft nahm vom 03. bis zum 06.04.2001 am Bibliothekartag in Bielefeld sowie vom 17. bis zum 18.09.2001 an der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen in Hamburg teil. Dort hielt er einen Vortrag mit dem Titel: "Online-Auskunft mittels Chat – Erfahrungen und Perspektiven".

Während der 7. Jahrestagung der IuK-Initiative der Wissenschaftlichen Fachgesellschaften vom 11. bis zum 14.03.01 in Trier war die UB mit einem eigenen Stand vertreten, an dem Auskunftspersonal das Dienstleistungsspektrum der Bibliothek präsentierte.

Auskunftserteilung

Die Auskunft war das ganze Jahr über montags bis freitags von 8 – 18.30 besetzt.

Während die Zahl der mündlichen und telefonischen Auskünfte statistisch nicht erfasst wird, ist die Zahl der E-Mail-Anfragen bekannt: Im Jahr 2001 wurden auf diesem Wege 700 Anfragen beantwortet. Demgegenüber ist die Zahl der bibliographischen Anfragen per Post seit Jahren rückläufig, im Berichtsjahr waren es nur noch 5.

Außerdem wurden von der Auskunft 27 Kopieraufträge gegen Berechnung erledigt; dadurch wurden Einnahmen in Höhe von DM 392,92 erzielt.

Die Online-Auskunft mittels HumanClick lief das ganze Jahr über im Routinebetrieb (ca. 100 Anfragen im Monat). Seitens der Fachöffentlichkeit gab es ein großes Interesse an diesem neuen Serviceangebot, das sich in mehreren Anfragen äußerte. Mittlerweile bieten auch andere Bibliotheken diesen Dienst an.

Informationsmittel

Die Auskunft betreute weiterhin die Seiten „Andere Bibliothekskataloge“, „Bibliographische Datenbanken“ und „Suchhilfen“ im Internetangebot der Bibliothek und steuerte Texte für die Rubrik „A – Z“ bei.

Die bisherigen Informationsfaltblätter wurden zu einer optisch ansprechenden Broschüre mit dem Titel „Bibliothek kompakt“ zusammengefasst, die zu Beginn des Wintersemesters zur Verfügung stand. Die erste Auflage in Höhe von 2.500 Exemplaren war zum Jahresende bereits vergriffen. Auf die durch Sanierungsarbeiten verursachten Verlagerungen von Buchbeständen wurde mit zusätzlichen Informationsblättern reagiert, die öfters aktualisiert werden mussten.

Führungen

Im Rahmen der Erstsemesterführungen wurden insgesamt 109 (Vorjahr: 106) Termine durchgeführt, davon 94 zu Beginn des Wintersemesters. Darüber hinaus gab es 28 (Vorjahr: 27) Führungen für Schülergruppen und andere externe Interessenten.

Schulungen

2 Personen der Auskunft führten 28 (Vorjahr: 32) Schulungstermine über Literatursuche in allgemeinen und fachlichen Datenbanken auf CD-ROM und im Internet durch. Für das Fortbildungsprogramm der Universität wurden 3 Veranstaltungen zu den Themen Katalogbenutzung, Elektronische Zeitschriften und Dokumentlieferung angeboten, die aber nur geringe Resonanz fanden. Anfang des Jahres wurde das wissenschaftliche Personal der Universität angeschrieben, um auf die durch Einführung der JASON-Fernleihe verbesserten Möglichkeiten der Beschaffung von Zeitschriftenaufsätzen aufmerksam zu machen.

Projekte und Planungen

Im Rahmen des Projektes „Migration ALEPH 500“ nahm der Leiter der Auskunft an der OPAC-Arbeitsgruppe teil. Um Aussagen über konkrete Erwartungen der Kundschaft machen zu können, wurde wissenschaftliches Personal, das den OPAC häufig nutzt, ausführlich befragt und die Ergebnisse in die Arbeitsgruppe eingebracht.

Im Berichtsjahr wurden außerdem Planungen zur Erstellung eines multimedialen Benutzungsführers angestellt. Da die Bibliothek nicht über die entsprechende Ausrüstung und technisches Know-how verfügt, erschien eine Kooperation mit dem Fach Medienwissenschaft der Universität sinnvoll. Mit Prof. Bucher wurde vereinbart, dass unter seiner Leitung im Sommersemester 2002 ein Medienprojekt mit dem Arbeitstitel „Abenteuer Bibliothek – eine virtuelle Einführung“ durchgeführt werden wird. Die Bibliothek wird die Veranstaltung begleiten und die inhaltlichen Informationen zur Verfügung stellen.

8.2 Ausleihe

Personal

Eine Mitarbeiterin im Thekendienst war bis zum 25.05.2001 freigestellt, eine Mitarbeiterin war bis zum 8.1.2001 und wieder ab dem 15.11.2001 beurlaubt.

Im Jahr 2001 wurden 7 (Vorjahr: 8) interne Personalversammlungen von Orts- und Fernleihe abgehalten, auf denen allgemeine wie spezielle Fragen des Betriebs erörtert wurden.

2001 mussten 613 Urlaubstage und 182 Ausgleiche (= 795 Tage) bei 21 Personen aufgefangen werden.

An 572 Schichten (Vorjahr: 393 = + 45%) fehlte Thekenpersonal infolge Krankheit, eine permanente Absenz von 2,5 Personen und 12% Fehlzeiten.

90 Stunden (= 22,5 Schichten) wurden für Fortbildungen verwendet.

Zwei Personen aus dem Thekendienst gehören seit Mai dem Personalrat an und müssen für deren dortige Mitarbeit ersetzt werden. Dies bedeutet mehr als 100 Schichten Hilfskräfteeinsatz.

Hilfskräfte

2001 wurden 8 studentische Hilfskräfte im Thekendienst eingesetzt, um einerseits sämtliche Schalter möglichst während der gesamten angekündigten Öffnungszeiten an allen Theken offenzuhalten und andererseits möglichst alle unvorhergesehenen, kurzfristig auftretenden Personalausfälle aufzufangen.

Dienstreisen und Fortbildung

Die Sachgebietsleiterin besuchte am 03. und 04.12.2001 eine Anwenderschulung für das neue Ausleihsystem ALEPH 500. Außerdem nahm die Sachgebietsleiterin an zwei eintägigen und einer dreitägigen Fortbildungsveranstaltung zu Fragen von Konfliktmanagement, Mitarbeitergesprächen und Umgang mit Mitarbeitern teil.

4 Thekenkräfte nahmen an einem zweitägigen Wen-Do-Kurs teil, 13 Thekenkräfte an einer eintägigen Veranstaltung über effektive Kommunikation.

Ausleihverwaltung

Tätigkeiten der Ausleihverwaltung:

Gebühren

Gebühren werden am Zentralschalter der Bibliothek im Erdgeschoss der Bibliothekszentrale beglichen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt DM 126.264 an Säumnis- und Fernleihgebühren eingenommen, die aufgrund einer haushaltsrechtlichen Regelung vollständig dem Erwerbungsetat zugewiesen werden konnten.

Briefversand

Mit den Routinen des Ausleihverbuchungssystems wurden 2001 16.434 Briefe (- 14% z.Vj.) in die Hauspost gegeben. 51.204 Briefe (- 27% z.Vj.) wurden zu Kunden per Post verschickt; dieser Rückgang lässt sich verstehen aus dem Zuwachs bei den E-Mail-Benachrichtigungen: 86.991 Briefe (+ 9% z.Vj.) wurden elektronisch verschickt. Insgesamt wurden 69.420 Briefe (- 23% z.Vj.) vor dem Versand kuvertiert. Außerhalb der DV-Routine wurden 1.782 Einschreibebriefe (-12% z.Vj.) manuell versandt.

An Kosten fielen dabei DM 56.324,40 zu DM 1,10 (- 27% z.Vj.) und DM 15.325,20 zu je DM 8,60 (-13% z.Vj.) für die Einschreibbriefe an.

Die Bibliothek nahm DM 12.847,30 (- 41% z.Vj.) an Portokostenerstattung von Studierenden und Externen ein.

Suchdienst

Es wurden seitens der Kunden 772 Suchanfragen (+ 8% z.Vj.) gestellt, wovon 305 Bände sich nach 14 Tagen ab Anfrage wieder am Standort befanden, also 39% (Vorjahr: 38%).  Andererseits blieben 61 % (Vorjahr: 62%) mindestens längerfristig unauffindbar. Da sich diese Zahlen nur auf aktuelle Anfragen beziehen, muss von einer höheren Zahl vorübergehend verstellter oder entwendeter Bücher ausgegangen werden, die aber derzeit nicht nachgefragt wurden.

Reklamationsstelle

Die Reklamationsstelle der Bibliothek stand jede Woche montags bis donnerstags von 13 bis 16 Uhr persönlich für Anfragen zur Verfügung. Diese Stelle erklärt nicht nur Gebührenforderungen, sondern auch die Besonderheiten des Ausleihverbuchungssystems, die nicht ohne weiteres selbsterklärend sind. Es kommt vor, dass sich bibliotheksseitige Bedienungsfehler anhand der Ausleihgeschichte aufklären lassen, die dann zur Streichung der Forderungen führen (müssen). Selten bringen die Benutzer kein Verständnis für ihre Versäumnisse auf.

Loseblattstelle

In der Loseblattstelle gab es 2001 wie schon in den Vorjahren keinen Stau in der Einarbeitung der Lieferungen. Größere Vandalismusfälle in Form entfernter Blätter oder ganzer Teile wurden nicht reklamiert. Insgesamt wurden 1.886 Lieferungen im Jahr 2001 nachgelegt, das entspricht einem Durchschnitt von 157 pro Monat.

Ausleihen

Gesamtausleihen Ortsleihe 449.340 (+ 2% zum Vorjahr)
 
Die Ausleihen haben getätigt: zu 68% Studierende (+ 1% zum Vorjahr)
  zu 14% wissenschaftliches Personal
  zu 1% nichtwiss. Personal
  zu 9% Externe
  zu 8% Ausleihen in Semesterapparate
     
Die Ausleihen waren:   zu 12% Lehrbuchsammlungsbücher
  zu 70% Normalausleihen Monographien
  zu 3% Kurzausleihen
  zu 0,5% Sonderausleihen
 
Die Leihfristen betrugen:  zu 9% nur 10 Tage
  zu 84% bis 30 Tage (- 3% zum Vorjahr)
  zu 3% über 90 Tage

Wiederausleihen wurden in 19% aller Ausleihen gemacht, nämlich 85.806; 60% davon von Studierenden, 20% von Lehrenden.

1.401.152mal (- 7% z.Vj.) wurde die Leihfrist automatisch um eine Woche verlängert.

70.206 Vormerkungen wurden getätigt (-4% z.Vj). 11.769  Bände wurden nicht abgeholt, somit 17% aller Vormerkungen.

Kundenstruktur

  Anzahl Anteil Vergleich 2000
Gesamtzahl 22.471   -14%
Studierende: 12.926 58% + 1,14%
wiss. Personal: 948 4% 0%
nichtwiss. Personal:  204 1% 0%
Externe: 7.723 34% - 9%
Sem.-Apparate: 451   + 21%
       
aktive Ausleiher 12.703 57% - 1% / + 8%
davon      
Studierende   77%  
wiss. Personal   8%  
nichtwiss. Personal   1%  
Externe   10%  
für Semesterapparate   2%  

             

8.3 Fernleihe

Personal

An Stammkräften besaß die Fernleihstelle 7, ab Oktober 8 Personen. Zusätzlich waren 7 Hilfskräfte mit je 8 Wochenstunden eingesetzt.

Fortbildung und Dienstreisen

Die Leiterin nahm an 3 Kursen für PC-Programme teil. Eine Mitarbeiterin nahm an einem zweitägigen Wen-Do-Kurs teil.

Die Leiterin unternahm 7 Dienstreisen in Angelegenheiten von VBRPexpress, Fernleihsitzung HBZ, autom. Verbundfernleihe und ALEPH.

Standardfernleihe: Roter Leihschein

Aktive Fernleihe:

23.859 Bestellungen von anderen Bibliotheken gingen im Hause ein (-14% z. Vj.), davon konnten 19.137 positiv erledigt werden (gleich 80%), verteilt auf 14.072 Bände und 5.065 Kopienlieferungen, das sind 74% Bände zu 26% Kopienlieferungen.

Passive Fernleihe:

23.341 Bestellungen von Bibliothekskunden gingen in der UB ein, ein Rückgang um 7% z.Vj.. Davon konnten 19.209 positiv erledigt werden (= 82%) mit 14.604 Bänden und 4.605 Kopienlieferungen.

Umstellung im Fernleihversand vom Bücherauto zum Containerversand:

Im Rahmen des nordrhein-westfälischen Fernleihverbunds erfolgte zum 1. Oktober 2001 eine gravierende Veränderung mit der Einstellung des Versands mit dem Bücherauto und dem Übergang zum Versand mit der Deutschen Post in blauen Containern und der gelben Post (Pakete, Päckchen, Buchsendungen). Diese neue Versandart entsprang einer überregionalen Initiative der SUB Göttingen, der sich das HBZ als nordrhein-westfälische Fernleihzentrale anschloss, mit dem Ziel, den innerdeutschen Fernleihverkehr zu beschleunigen.

Für Trier hatte das zur Konsequenz, dass die zwei Fahrten pro Woche zur UB Bonn als Anlieferungs- und Abholstelle ebenso entfielen wie die täglichen Fahrten zur Stadtbibliothek Trier und zur Bibliothek des Priesterseminars Trier. Dafür musste die Versandweise auf täglichen Versand aller Fernleihbücher über die Poststelle der Universität umgestellt werden. Zudem muss nun täglich das eingehende Fernleihgut ausgepackt, rückgebucht und bereit- oder zurückgestellt werden. Hierfür werden pro Arbeitstag 5 Stunden benötigt.

Für den postalischen Containerdienst wurden von Oktober bis Ende Dezember 219 blaue Container mit insgesamt 5.456 Büchern abgeschickt. 93 Pakete, 145 Päckchen und 8 Büchersendungen wurden zwischen Oktober und Dezember im neuen Versandsystem, aber mit der üblichen gelben Post versandt.

An die Stadtbibliothek Trier gingen im innerstädtischen Postversand seit Oktober 2001 26 Pakete, 12 Päckchen und 8 Büchersendungen, resp. 28%, 8% und 2% vom jeweiligen Gesamt der gelben Versandarten.

An die Bibliothek des Priesterseminars wurden ab Oktober 2001 14 Pakete, 14 Päckchen und 13 Büchersendungen, (resp. 15%, 10% und 4% vom Gesamtaufkommen) mit der gelben Post verschickt.

Für den Leihverkehr wurden 2.992 Sendungen verpackt und abgeschickt. Im Tausch- und Geschenkdienst wurden 711 Sendungen postalisch versandt.

In den drei Monaten Oktober bis Dezember gingen in der UB Trier 217 Container ein.

JASON-Bestellsystem

Aktive Fernleihe:

9.369 Bestellungen von auswärts gingen im Hause ein, ein Plus von 70% zum Vorjahr. 8.342 konnten positiv erledigt werden, ein Anteil von 89%.

Für das Einscannen der von auswärts verlangten Aufsatzliteratur mussten wöchentlich 20 Stunden durch Stammpersonal und rund 30 Stunden durch Hilfskräfte aufgewandt werden.

Passive Fernleihe:

7.656 Bestellungen aus dem Haus kamen positiv erledigt in Trier an, eine Steigerung z.Vj. um 157%.

VBRPexpress

Programmtechnische Veränderungen am KVK (Karlsruher Verbundkatalog) haben 2001 zu Problemen bei der Recherche geführt (globale Skripten wurden verändert).

892 Bestellungen gingen im Hause von auswärts ein, davon konnten 574 positiv erledigt werden. Da diese Zahlen erst ab 2001 erfaßt werden, stehen hier keine Vergleichszahlen aus dem Vorjahr zur Verfügung.

Die Homepage des Dienstes VBRPexpress wurde optisch attraktiver gestaltet und inhaltlich verbessert, der Trierer VBRPexpress-Teil blieb unverändert.

8.4 Medienverwaltung

Personal

8 Mitarbeiter bewältigten mit rund 10 studentischen Aushilfskräften mit je 8 Wochenstunden die angefallenen Arbeiten.

Aufgaben

In der zweiten Januarwoche wurde im Unterschoss des Lesesaals D die Regalierung für die gebundenen Zeitschriftenbände verändert, erstens mit der Absicht, an der Fensterfront weitere Arbeitsplätze aufzustellen, und zweitens, um die Regale im hinteren fensterlosen Teil übersichtlicher aufzustellen. Die ungebundenen Zeitschriftenheftauslagen der Psychologie wurden auf 7 Schrankmeter zusammengerückt und in das Obergeschoss des Lesesaals gestellt.

Auf den Arbeitstischen an der Fensterfront des Unterschosses wurden 4 PCs platziert, um unter anderem Datenbankrecherchen psychologischer Bibliographien zu ermöglichen, die für das Jahr 2001 nur über eine fachbezogene Lizenz für Psychologen und nicht über eine Campuslizenz benutzbar waren.

April 2001: Wiederbezug des Lesesaals A, 2. OG

Nach Fertigstellung des Lesesaals mit neuer Lüftungsanlage, neuer Decke, neuer Beleuchtung und neuem Teppichboden wurde dieser  mit teilweise neuen Regalen bestückt: 2.100 m neue Regalböden wurden montiert. Auf diese Weise konnte die Farbe der Regalpfosten in beiden Lesesälen im Gebäude A einheitlich im bisherigen Rot gehalten werden.

Beim Rückumzug wurden 3.622 m Bücher wieder eingeräumt. Gleichzeitig wurden die Lesesaalbestände der Fächer Mittlere und Neuere Geschichte, Politikwissenschaft und Linguistik vom Ausweichquartier Lesesaal B 1. OG an ihre Originalstandorte zurückgebracht.

Mai 2001: Ausräumung des Lesesaals B 2. OG

Die Fachbestände Pädagogik, Philosophie, Canadiana und Zeitschriften der Kunstgeschichte mit insgesamt 1.556 m Bänden wurden in andere Säle ausgelagert. Die bislang schon im OG der Bibliothekszentrale ausgelagerten Lesesaalbestände Romanistik und Anglistik mit 1.348 m Büchern wurden in ein neues Ausweichquartier im Lesesaal A 1. OG gebracht, da ihr angestammter Platz im Lesesaal B 1. OG weiterhin noch jahrelang als Rangierbereich für weitere vorübergehende Umzüge dienen muss.

August 2001: Auszug Internationales Recht aus dem Lesesaal B in das OG der Bibliothekszentrale mit 824 m Bänden.

August 2001: Die zwischenzeitlich außerhalb der Bibliothek ausgelagerten Dissertationen wurden aus dem Seminarraum in den Lüftungskeller transportiert, um sie dort zwischenzulagern, damit der Seminarraum wieder Unterrichtszwecken zur Verfügung steht und die Bibliothek die Glasräume in den Lesesälen wieder den Bibliothekskunden zur Verfügung stellen kann. Insgesamt 720 m Bücher wurden hierbei bewegt.

Oktober 2001: Rückumzug der Fächer Philosophie, Pädagogik, Canadiana nach Sanierung des Lesesaals B 2. OG mit 1.556 m belegten Regalbeständen.

Oktober / November 2001: Die Einzelarbeitsplätze der UB (sog. Carrels) wurden von ihren bisherigen Plätzen an fensterlose Bereiche vornehmlich des Lesesaals B 2. OG gebracht. Dadurch konnten 3 Glasräume zusätzlich als Gruppenarbeitsräume genutzt werden, in denen gesprochen werden darf, während ja bei den Carrelplätzen in Stille gearbeitet wird und sie daher auch offen in den Sälen untergebracht werden können.

Oktober 2001:

Schließung des Bibliothekszugangs und Schalters B und Verlegung der Theke in den Lesesaal A 1. OG sowie Einrichtung eines provisorischen überwachbaren Rara-Leseraums neben der Theke. Die Mikrofilm- und Mikrofiche-Lesegeräte und Readerprinter werden ebenfalls neben der Theke A in einem fensterlosen Raum untergebracht. Abbau der Regale und Auslagerung des Mobiliars aus B 1. OG.

In Zusammenhang mit der Sanierung der Lesesäle A/B wurden bislang insgesamt 11.726 m Buchbestand bewegt. Die Demontage und Remontage von insgesamt 13.742 m Regalen sowie der Abbau und Wiederaufbau der Möblierungen samt Transport wurden vom Personal der Medienbestandsverwaltung mit Unterstützung durch studentische Kräfte und mit Hilfe eines Umzugunternehmens getätigt.

Für diese Umbauten wurden seitens der Transportfirma 1.236 Stunden Arbeitszeit benötigt und seitens der Bibliothek etwa dieselbe Stundenzahl.

Andere Montagearbeiten

Im Lesesaal E wurden im Juli und August 2001 die Regale auf 7 Böden aufgestockt, der gesamte Bestand wurde innerhalb der Regale verschoben, wodurch die Regalkapazität um ca. 200 m erweitert wurde.

Im August wurden aus gegebenem Anlass im Magazinbereich Videokameras eingebaut, um die Aufzüge und Treppeneingänge zu überwachen.

Der Bibliotheksreferendar Dr. Lorenz hat mit Hilfe von Buchbinderei und Medienverwaltung in einem Projekt einen „Erste-Hilfe-Schrank“ für Wasserschäden in der Bibliothek eingerichtet, ausgestattet mit Wassereimern, Bütten, Planen und einem Notfallschrank zur Erstversorgung nass gewordener Bücher. Weitere zukünftige Schadensfälle durch Wassereinbrüche infolge undichter Dächer, verstopfter Abflüsse und geplatzter Wasserleitungen oder Heizungsrohre sollen mit dieser Vorbeugungsmaßnahme in ihrem Ausmaß reduziert und im günstigsten Fall minimiert werden.

Rückstelldienst

In der Ortsleihe mussten 416.855 Bücher zurückgestellt werden, in der Aktiven Fernleihe 14.072.

29.833 Bände mussten aus der Ausstattungsstelle in die Regale gestellt werden. 5.065 Bände kehrten von der hausinternen Kopierstelle in die Regale zurück.

Bei den täglichen morgendlichen Ordnungsrundgängen werden etwa 20 Bände pro Tag und somit rund 5.000 Bände im Jahr zurückgestellt.

Zusammen wurden somit über 470.000 Bücher an den richtigen Platz gestellt.

Studentische Hilfskräfte trugen mit circa 80 Wochenstunden zur termingerechten, i.e. täglichen Erledigung der Arbeiten bei.

Sonstige Tätigkeiten

772 (+ 7% z.Vj.) Kundensuchaufträge wurden am Katalog, im Haus sowie am Regal überprüft, davon 305 (39%) aufgefunden.

Die richtige Aufstellung der Bücher wurde bei den drei sanierten Lesesälen, in den Magazingeschossen, in den Lesesälen C, D, E, und immer wieder bei der Lehrbuchsammlung überprüft.

2001 wurden 87.873 Kopien für die Fernleihe und dienstliche Zwecke angefertigt.

Die wöchentlichen zwei Fahrten nach Bonn und die wochentäglichen innertrierischen Fahrten zu Stadtbibliothek und zur Bibliothek des Priesterseminars wurden Ende September 2001 eingestellt. Bis dahin wurden 72 Fahrten nach Bonn absolviert. Ab 1.10.2001 werden alle Fernleihen postalisch versandt. Der Fahrer aus dem Kreis der Mitarbeiter der Medienverwaltung übernahm die Aufgaben im Versandeingang und –ausgang aller Fernleihen bis hin zum Rückbuchen der Fernleihbücher.

Für den postalischen Containerdienst wurden von Oktober bis Ende Dezember 219 blaue Container mit insgesamt 5.456 Büchern abgeschickt. 217 Container gingen in der UB Trier ein.

Für den Leihverkehr wurden 2.992 Sendungen verpackt und abgeschickt.

Im Tausch- und Geschenkdienst wurden 711 Sendungen postalisch versandt.

8.5 Medienausstattung

41.472 Medieneinheiten wurden mit Signaturschildern ausgestattet, ein Rückgang um 8,5% z.Vj.

11.639 Bände wurden in die Neuerwerbungsausstellung eingebucht, ein Rückgang um 22%.

Die Anzahl der so in die Neuerwerbungsausstellung wöchentlich eingestellten Bände entspricht 80% aller monographischen Neuerwerbungen eines Jahres.

6.855 Bände Monographien wurden in die Buchbinderausleihe eingebucht, ein Rückgang um 10%.

Nach wie vor musste der größte Teil der Signaturen der Neuerwerbungsbände per Hand verbucht werden, da die Verknüpfung von Verbuchungsnummer und Signatur in BABSY nicht so schnell zur Verfügung stand.

8.6 Buchbinderei und Einbandstelle

Je 1 Mitarbeiter war in der Einbandstelle und in der Buchbinderei beschäftigt, zeitweilig unterstützt von einer studentischen Hilfskraft mit 8 Wochenstunden (je nach Arbeitsanfall).

Die Anzahl der in der Hausbuchbinderei gebundenen Bände sank um 50% auf 1.108, die der Sonderarbeiten um 3%  auf 912. 72 Stunden wurden für Restaurierung von Rara  aufgewendet. Diese Zahlen spiegeln exakt den Wegfall der Meisterstelle zum Jahresende 2000 wider. Die Mitarbeit des Buchbinders in der Einbandstelle belief sich auf 377 Stunden und damit auf einen Anteil von 21% der 1.771 jährlich zu erbringenden Arbeitsstunden für Angestellte.

Aufträge nach außen werden nur über die Einbandstelle vergeben.

An Materialkosten fielen DM 2.934,95 an.

Die Zahl der von den Vertragsbuchbindern gebundenen Bände stieg von 11.209 auf 11.433, die der Ausgaben von DM 268.241,31 auf DM 287.606,22. Das bedeutet eine Preissteigerung von 7%, obwohl die Preise von den Buchbindern nicht erhöht wurden. Die Mehrausgaben entstanden dadurch, dass Sonderarbeiten, die früher in der Hausbuchbinderei durchgeführt wurden, seit dem Wegfall der Buchbindermeisterstelle außer Haus gegeben werden müssen. Die Kosten berechnen sich nach Arbeitsstunden.  Statt 21 Stück im Jahr 2000 waren es nun 297 Stück im Jahr 2001.

Zeitschriftenbindungen wurden in Zusammenarbeit mit der Zeitschriftenerwerbung in i3v bearbeitet. Die für die laufend gehaltenen Zeitschriften vorliegenden 4.447 Musterpappen wurden in i3v vollständig eingegeben.

Monographien werden mit dem in der Einbandstelle entwickelten elektronischen Bindeauftrag an die Vertragsbuchbinder gegeben.

Avisiert ist der Übergang vom Buchbindermodul i3v auf ein noch zu entwickelndes Modul im ALEPH-Lokalsystem.