5. Abteilung 2 Digitale Medien

Im Oktober 2002 konnte mit Frau Dipl.-Ing. Constanze Decker eine weitere Mitarbeiterin mit einer unbefristeten Stelle ihre Arbeit in der Abteilung für Digitale Medien aufnehmen. Frau Decker wird vor allem im Bereich der Entwicklung einer Web-Oberfläche und geeigneter Retrieval-Verfahren für das DFG-Projekt „Digitalisierung der Oeconomischen Encyclopädie von Johann G. Krünitz“ eingesetzt (s. unter 5.4). Der Personalbestand der Abteilung hat sich damit innerhalb von 18 Monaten verdoppelt.

5.1 Betreuung von digitalen Texten und Electronic Publishing

Bis Ende 2002 konnte die Bibliothek 80 elektronische Dissertationen auf ihrem Server anbieten (s. unter 5.3). Neben von ihr erworbenen oder selbst ins Netz gestellten digita­len Dokumenten dokumentiert die Abteilung laufende Digitalisierungsprojekte an der Uni­versität Trier, ist hierbei jedoch auf Meldung der jeweiligen Projektbetreiber angewiesen. Gleiches gilt für die Präsentation elektronischer Semesterapparate auf den Fachinformationsseiten der Bibliothek, ein Angebot, das 2002 von den Fächern Anglistik, Geowissenschaften, Germanistik, Romanistik und Psychologie wahrgenommen wurde.

Zu den Aufgaben der Abteilung zählte im Berichtsraum erneut die Online-Präsentation des Jahresberichts der Bibliothek (http://ub-dok.uni-trier.de/jahresbericht/jbhome.htm).

5.2 Web-Design und Integration digitaler Dienste, WWW-Seiten-Aktualisierung

Die WWW-Seiten der Bibliothek wurden unter Berücksichtigung gängiger Usability-Kriterien grundlegend überarbeitet und im Herbst 2002 in einem von Stefan März entwickelten Konzept präsentiert. Stefan März ist auch die Betreuung und Weiterentwicklung der 2001 erstmals präsentierten Online-Ausstellungen der Bibliothek zu verdanken, deren Zahl im Berichtszeitraum von drei auf sechs wuchs (s.a. unter 9.2). Neu im Netz 2002:

Abschied von Europa (März - Juni 2002), Die zwölf Arbeiten des Herkules (Juni – November) und Wunderbare Welt der Orientierungshilfen (Dezember) – alle unter http://ub-dok.uni-trier.de/ausstellung/durchgang/dghome.htm.

Die Abteilung wirkte auf unterschiedlichen Ebenen an der Umsetzung des im September 2002 der Öffentlichkeit zugänglich gemachten ALEPH-OPACs mit und leistete die Vorarbeiten zum Aufbau eines Trierer Gesamtkataloges unter dem Dach der Digitalen Bibliothek, der Anfang 2003 zur Verfügung gestellt werden konnte.

Auch 2002 konnte über die Digitale Bibliothek (früher: DigiBib NRW) eine integrierte Suche in einer Vielzahl unterschiedlicher Informationsquellen angeboten werden. Und über die „Elektronische Zeitschriftenbibliothek“ (EZB, s. unter Punkt 5.4), das zentrale Nachweisinstrument elektronischer Zeitschriften in den wissenschaftlichen Bibliotheken des Landes, konnten die Angehörigen der Universität zum Jahresende auf über 10.000 elektronische Zeitschriften zugreifen, von denen knapp 1000 kostenpflichtige Abonnements für den Zugriff vom Trierer Campus aus lizenziert waren.

Auch 2002 erfolgte die Aktualisierung aller WWW-Seiten täglich; die Zuständigkeiten für Inhalte blieben dabei verteilt wie im Jahresbericht 2001 beschrieben.

5.3 Elektronische Dissertationen und Zeitschriften

Bis Ende 2002 konnte die Bibliothek 80 elektronische Dissertationen auf ihrem Server anbieten. Nach wie vor leistet die Bibliothek den Promovenden umfangreiche Unterstützung bei der Konvertierung ihrer Daten in das Präsentationsformat „PDF“, der Erschließung der Dissertationen mit Schlagworten und anderen Metadaten sowie der Weiterleitung von Texten und Metadaten an die „Deutsche Bibliothek“ in Frankfurt am Main, die den gesetzlichen Auftrag zur Langzeitarchivierung elektronischer Dokumente hat und in ihren Katalogen und Verzeichnissen zugleich den Gesamtnachweis aller im Lande produzierten Hochschulschriften (in Papier- sowie in elektronischer Form) führt.  Auf Wunsch einzelner Fachbereiche hat die Bibliothek 2002 eine Informationsbroschüre zur Abgabe elektronischer Dissertationen an der Universitätsbibliothek Trier produziert und den Dekanaten zur Abgabe an alle Promovenden zur Verfügung gestellt. Die Bibliothek hat erneut darauf hingewirkt, dass die Möglichkeit zur Abgabe von Dissertationen in elektronischer Form in allen Promotionsordnungen der Universität (und analog: Habilitationsordnungen) verankert wird, was bedauerlicher Weise noch nicht in allen Fachbereichen realisiert wurde.

Wie im Vorjahr war es im Rahmen eines aus zentralen Mitteln des Landes finanzierten Konsortial-Abonnements möglich, auf alle von rheinland-pfälzischen Bibliotheken abonnierten Zeitschriften des Springer-Verlags zuzugreifen. Insgesamt konnte die Bibliothek Ende 2002 ihren Benutzern im Rahmen der „Elektronischen Zeitschriftenbibliothek“ (EZB) Zugriff auf über 10.000 elektronische Zeitschriften, darunter die Volltexte von knapp 1000 kostenpflichtigen Produkten, anbieten. Eine genaue Zugriffsstatistik auf die vor Ort verfügbaren elektronischen Zeitschriften über die „Elektronische Zeitschriftenbibliothek“ (EZB) findet sich auf der Startseite der EZB (http://www.ub.uni-trier.de/home/dimedien/ezb/ezbstatistik.htm) und im Anhang dieses Jahresberichts unter der Ziffer 10.17.

Die Bibliothek konnte ihren Benutzern im Jahr 2002 kostenlose Testzugriffe auf folgende Datenbanken und Volltexte anbieten: Oxford Reference Online (ORO) (20.02. 2002 – 15.05. 2002); Emerald Fulltext (März 2002); die Zeitschrift Nature und sämtliche weitere Zeitschriften der Nature-Gruppe (September 2002).

Über die Seite „Digitale Medien“ waren auch im Berichtsjahr Übersichten der im CD-ROM-Netz der Bibliothek (vgl. oben 4.2) vorgehaltenen CD-ROM-Datenbanken und zu den laufenden CD-ROM-Schulungen aufrufbar. Auf die im Netz aufliegenden CD-ROMs der Bibliothek konnte auch über die Digitale Bibliothek zugegriffen werden.

5.4 DFG-Projekt „Digitalisierung der Oeconomischen Encyclopädie von Johann G. Krünitz“

Das im Oktober 2001 begonnene und auf vier Jahre angelegte Projekt zur Digitalisierung der 242 Bände umfassenden Oeconomischen Encyclopädie von Johann Georg Krünitz wurde 2002 in Vorträgen im Rahmen von Universität und Bibliothek von Dr. Hagen Reinstein sowie der internationalen Bibliopolis Conference in Den Haag von dem Leiter der Abteilung 2 öffentlich präsentiert. Am Ende des Berichtszeitraumes war bereits ein Drittel des Werkes  im Double-Keying-Verfahren in China in maschinenlesbare Daten überführt worden. Die Konzepte zur funktionalen und inhaltlichen Erschließung des Werkes wurden von Dr. Reinstein (Markup des Textes und Integration externer Daten), von Frau Dipl.-Bibl. Eva Geibert (Erschließung der Lemmata nach der ‚Dewey Decimal Classification’) und Herrn Dipl.-Bibl. Wolfgang Bausch (Ermittlung bibliographischer Daten) umgesetzt. Durch Herrn Raimar Eberhard erfolgte ab Mai 2002 die Erfassung und Aufarbeitung der zahlreichen Kupfertafeln der Enzyklopädie, die bis zum Ende des Jahres zu zwei Dritteln abgeschlossen werden konnte. Scan-Arbeiten wurden ab Oktober 2002 durch eine studentische Hilfskraft, Frau Clemence Nsengimana, unterstützt. Der Abgleich der im Double-Keying-Verfahren gewonnenen Daten aus China erfolgte in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für elektronische Publikations- und Erschließungsverfahren in den Geisteswissenschaften durch studentische Hilfskräfte (Patricia Becker, Birgit Dohr, Olaf Hopp, Henning Nitsche, Thomas Raps), dessen Leiter, Dr. Thomas Burch, das Projekt beratend begleitet. Zum Jahresende lag in einer ersten Version die von Frau Dipl.-Ing. Constanze Decker entwickelte WWW-Oberfläche zur Suche in Text- und Bilddaten der Enzyklopädie in ihren Grundfunktionen vor, die im April 2003 in ihrer endgültigen Form allgemein zugänglich gemacht werden soll. Die WWW-Seite des Projektes wurde um eine umfassende Bibliographie technologisch-ökonomischer Lexika des 17. und 18. Jahrhunderts bereichert (http://www.kruenitz.uni-trier.de/).

5.5 Multimedialer Bibliotheksführer „Abenteuer Bibliothek“

Die Abteilung unterstützte im Berichtszeitraum das Fach Medienwissenschaft der Universität  bei der Konzeption und Entwicklung einer multimedialen Einführung in die Bibliotheksbenutzung, die unter dem Titel „Abenteuer Bibliothek“ über die Homepage der Bibliothek aufgerufen werden kann und auch auf CD-ROM erhältlich ist.